Meine Mondreise - Deutsche Austauschschülerin berichtet RT von ihrem Leben in Russland

Meine Mondreise - Deutsche Austauschschülerin berichtet RT von ihrem Leben in Russland
Alona Bartenschlager kommt aus Bayern, ist 15 Jahre alt und hat sich mit dem Zug auf den Weg nach Russland gemacht. Von Ingolstadt über Berlin ging es zunächst nach Moskau und dann weiter nach Sotschi. Dort besucht Alona für mehrere Monate die Schule. Für RT Deutsch berichtet Alona, abseits der großen Politik und medialer Verzerrungen, von ihrem neuen Alltag in Russland. In ihrem aktuellen Beitrag erzählt sie über ihre Erlebnisse als Kosmonautin im Weltall-Museum sowie im 3D-Kunstmuseum.

Ich war auf dem Mond. Ehrlich! Das gesamte Gelingen hing alleine von mir ab. Überflüssig zu sagen, dass die Mission dank meines Einsatzes ein voller Erfolg war.

Scherz beiseite. Die Erde habe ich natürlich nie verlassen. Meine Mama und ich waren aber in einem Museum, und da gab es ein Simulationsgerät für eine Weltraumreise. Da war ich natürlich nicht zu bremsen.

Meine Mama hatte das Museum entdeckt, das aus drei verschiedenen Abteilungen besteht: In der ersten hingen viele Bilder, Portraits, Landschaften, Stillleben. In der zweiten Abteilung waren verschiedene Skulpturen ausgestellt, Vasen, Figuren und auch Schmuck gab es.

Und dann war da die dritte Abteilung, die ich besonders toll fand, die 3-D-Kunsthalle. Die war das spektakulärste am ganzen Museum. Auf Bildschirmen wurden Bilder gezeigt und je nachdem, wo ich gerade stand, waren andere Details zu sehen.

Auch einen sehr großen Bildschirm gab es, auf denen man Naturwunder betrachten konnte, wie ein Tropfen von einem Blatt fällt oder wie sich eine Blüte zu einem Kelch öffnet. Unten am Bildschirm war eine Drehscheibe angebracht. Als ich sie nach rechts drehte, fiel der Tropfen schneller und die Blüte öffnete sich im rasenden Tempo. Wenn ich nach links drehte, erlebte ich alles in Zeitlupe und konnte so alles ganz genau verfolgen.

Es gab zwei Vitrinen in 3D, in denen verschiedene Kelche gezeigt wurden, die sich drehten. Nach  einer halben Minute wurde gewechselt und ein anderer Kelch gezeigt. In der Mitte eines Raumes stand ein großer Globus. Auf einem Beamer erschienen Informationen über Städte und Orte, die einen interessierten.

Ganz lustig war auch folgendes. Ein Beamer warf verschiedene Bilder auf eine Leinwand. Als ich mich auf einen bestimmten Punkt stellte, wurde ich eingescannt und war auf einmal mitten im Bild. Sogar meine Position konnte ich ändern, denn es gab verschiedene Punkte, auf die ich mich stellen konnte.

Und nun zu meinem Weltraumabenteuer. Dort war auch ein Shuttle, ein Simulator. Ich bekam eine 3-D-Brille und setzte mich hinein. Zwei Missionen standen zur Auswahl: Mars oder Mond. Ich habe mich dann für den Mond entschieden. Das war vielleicht ein Erlebnis, durch den Kosmos zu fliegen. Ich bekam auch eine Aufgabe. Ich musste einen Roboter wieder fit machen, damit der wieder seine Arbeit erledigen konnte. Eigentlich waren nur seine Batterien alle und ich musste neue einsetzen. Aber mach das mal in der Schwerelosigkeit. Aber ich habe es hingebracht und der Roboter hat wieder gearbeitet. Und dann ging es zurück zur Erde. Die Landung war mitten im Meer. Unsere Kapsel ist richtig eingetaucht. Jedenfalls hatte ich genau dieses Gefühl.

Beim Hinausgehen aus der Halle gibt es noch einmal ein Erlebnis. Wir gingen nämlich durch einen kleinen Raum, und der war so gestaltet, als wäre man im Meer unter Wasser, mit Fischen und Seesternen und anderen Tieren.

Ich hoffe, meine Erlebnisse als Kosmonautin haben euch gefallen.

Eure Alona