"Absolute Freiheit" - Claude-Oliver Rudolph zum heutigen Sendestart von CLASH

Claude-Oliver Rudolph an seinem Arbeitsplatz bei RT Deutsch
Claude-Oliver Rudolph an seinem Arbeitsplatz bei RT Deutsch
Heute um 17 Uhr ist es so weit: RT Deutsch präsentiert CLASH, die Kunst & Kultur-Sendung mit Claude-Oliver Rudolph. Schon im Vorfeld führte die Meldung von Rudolphs Engagement zu Irritationen im Mainstream. Der Spiegel stattete unserer Redaktion sogar ungefragt einen Besuch ab und versuchte sich an einer „Enthüllungs“-Story. Kurz vor dem Sendestart erzählt Claude Oliver-Rudolph gegenüber RT Deutsch noch einmal, was es mit CLASH auf sich hat und wie die Produktion der Sendung gelaufen ist.

Als eine Mischung aus Monty Python, den Marx Brothers und Wilhelm Busch beschreibt der Schauspieler Claude-Oliver Rudolph (Das Boot, James Bond, etc.) im Anschluss an die Aufnahmen seine neue RT Deutsch-Sendung CLASH.

Am Dienstag, dem 7. Juni, ist es dann so weit: Die Pilotfolge von CLASH geht on air! Nicht jedoch, bevor Rudolph und sein Sendungsformat einmal quer durch die europäische Medienlandschaft gepeitscht wurden.

RT Deutsch-Chefredakteur Ivan Rodionov - Moskau ist alarmiert

Von BILD, Stern, Die Welt, FocusJunge Welt über Medien aus der Schweiz und Österreich bis zum Spiegel wollte niemand das Ereignis unkommentiert lassen. Für letzteren legte sich Reporter Markus Feldenkirchen sogar richtig ins Zeug. Was steckt genau hinter „Putinpunk“ Rudolph und seiner „Propaganda“?, wollte Feldenkirchen wissen und besuchte die RT Deutsch-Redaktion. Über Stunden wohnte der Journalist den Dreharbeiten bei und führte mit RT Deutsch-Mitarbeitern vertrauliche Gespräche über den Sender. Natürlich ohne diesen zu sagen, dass er selbst im Auftrag des Spiegels unterwegs war.

Auf den vierseitigen Spiegel-Bericht von Feldenkirchen folgte die RT-Videobotschaft „Liebesgrüße aus Moskau“, welche die Hamburger Zentrale des Traditionsblattes allerdings bis heute nicht mit einer Antwort würdigte. Die RT Deutsch-Redaktion wartet noch immer auf eine Einladung mit Snacks und Umtrunk!

Trotz der aufgewendeten Ressourcen gelang es jedoch keinem deutschen Medium aufzudecken, was bei CLASH passieren wird. Gibt es für die Sendung Anweisungen aus dem Kreml? Lässt Rudolph sich „instrumentalisieren“? „Alles Quatsch“, sagt der Schauspieler:

Das ist alles meine Idee, mein Konzept und meine Gäste. Da wurde auch nicht gruppendynamisch drüber befunden. Ein Schiff hat nur einen Kapitän. Und der bin ich.

Das Ergebnis sei außerdem das Produkt jahrelanger Erfahrung. Gerade was leicht und locker aussieht, ist vor der Kamera in der Regel Schwerstarbeit, so Rudolph. Zu den Arbeitsbedingungen, die er bei RT Deutsch vorfand, sagt der „Filmbösewicht“ mit Weltruhm:

Es gab keine Blockaden, keine Anweisungen, nur absolute Freiheit. Die anderen Medien, mit denen ich gesprochen habe, glauben das alle nicht. Aber ich habe in vielen Ländern gearbeitet und bei fast allen Sendern, die es in Deutschland gibt und so eine Freiheit noch nie erlebt.

Ob das Ergebnis am Ende allen gefallen wird, muss sich noch zeigen. Wahrscheinlich wird es nicht an Medien mangeln, die wieder nur Schlechtes zu berichten haben oder auf eine Auswertung der vorangegangenen Unterstellungen gänzlich verzichten. Für diese Publikationen hält Rudolph jetzt schon einen Ratschlag bereit:

Andere Medien sollen erstmal zeigen, ob sie selbst genug Mut haben, so ein Projekt zu machen. Danach können sie sich immer noch beschweren.

Für die Zukunft sind weitere Folgen von CLASH geplant. Auch dann natürlich auf RT Deutsch.