Bau der Eisenbahnstrecke zur Krim: 7000 Pfähle umfassende Brücken-Struktur erfolgreich abgeschlossen

Bau der Eisenbahnstrecke zur Krim: 7000 Pfähle umfassende Brücken-Struktur erfolgreich abgeschlossen
Bauarbeiter haben an Land und auf See mehr als 1.000 Pfähle der künftigen Brücke über der Straße von Kertsch eingerammt. Der 1.000ste eingeschlagene Pfahl ist prismenförmig und Teil eines Pfeilers der zu verlegenden Eisenbahnstrecke. An den Bauarbeiten sind mehr als 2.500 Menschen aus verschiedenen Regionen Russlands, darunter aus der Region Krasnodar und der Republik Krim, beteiligt.

Insgesamt mussten die Bauarbeiter mehr als 7.000 Pfähle, darunter fast 1.000 prismenförmige 400 mal 400 Millimeter dicke Pfähle, einrammen. Der Vizechef des Föderalen Staatlichen Unternehmens „Verwaltung für föderale Autostraßen Taman“, Kajrat Tursunbekow, erklärte gegenüber RT:

Die Rammarbeiten laufen in allen Bauabschnitten rund um die Uhr. Solche prismenförmigen Pfähle werden maximal 18 Meter tief in den Grund eingeschlagen. Die geologischen Voraussetzungen in diesem Bauabschnitt, das heißt am Kertsch-Strand, sind besonders günstig: Der Baugrund liegt nicht tief.“

Der stellvertretende Generaldirektor der Firma „SGM-Most“, Dmitri Kondakow, erläuterte ergänzend:

Auf der Kertsch-Seite haben wir bei Null angefangen. Wir haben die Infrastruktur für das zu bauende Objekt praktisch aus dem Nichts hervorgebracht, indem wir die Wohnstätte für die Bauarbeiter errichtet, die Zufahrtstraßen verlegt und zwei Betonwerke gebaut haben. Wir stellten Krim-Bewohner aktiv ein. Es gibt Fachleute und Experten, die ukrainische Hochschulen absolviert haben. Solche Fachkräfte beteiligen sich an den Bauarbeiten. Dabei werden sie sowohl als normale Bauarbeiter als auch als Ingenieure eingesetzt.“

Russland hat bereits in den 2000er Jahren der Ukraine vorgeschlagen, die Straße von Kertsch zu überbrücken. Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland im März 2014 gewann das Projekt wieder an Aktualität, damit der Auto- und Eisenbahnverkehr zwischen der Halbinsel und dem Festland unter Umgehung der Ukraine gewährleistet werden konnte. Momentan gibt es nur Flug- und Fährverbindungen.           

Die Brücke soll im Dezember 2018 fertiggebaut sein und der reguläre Betrieb ab Januar 2019 laufen.