USA: Cincinnati Zoo tötet Gorilla, nachdem Kleinkind in Gehege fiel

USA: Cincinnati Zoo tötet Gorilla, nachdem Kleinkind in Gehege fiel
Ein männlicher Gorilla im Zoo von Cincinnati wurde getötet, nachdem ein 4-jähriger Junge in den Wassergraben des Geheges fiel. Das Tier einer vom Aussterben bedrohten Art, das erst letzte Woche 17 Jahre alt wurde, nahm den Jungen und zerrte ihn aus dem Wasser, bevor er durch Tierpfleger "zur Rettung von Menschenleben" erschossen wurde. Der Vorfall löste einen Sturm der Entrüstung aus. Zehntausende haben eine Petiton gegen die Eltern des 4-Jährigen unterschrieben.

Der Vorfall ereignete sich letzten Samstag im Cincinnati Zoo & Botanischen Garten, als der 4-Jährige durch eine öffentliche Barriere an der Gorilla-Welt kletterte und in den Graben fiel, so der Zoo in einer offiziellen Erklärung.

Der 181 Kilogramm schwere männliche Gorilla namens Harambe wurde direkt von Pflegern getötet. Er gehörte der vom Aussterben bedrohten Art der Westlichen Flachlandgorilla an. Warum er nicht einfach nur betäubt wurde, fragen viel Nutzer auf Twitter und in sozialen Netzwerken.

"Die schnelle Reaktion des Zoo-Sicherheits-Team hat dem Kind das Leben gerettet. Wir sind alle am Boden zerstört, dass dieser tragische Unfall zum Tod eines vom Aussterben bedroht Gorillas geführt hat", sagte Zoodirektor Thane Maynard. "Dies ist ein großer Verlust für die Zoo-Familie und die Gorilla Bevölkerung weltweit."

Eine Reihe von Petitionen wurden seit dem auf Change.org erstellt, von denen eine mit dem Titel "Gerechtigkeit für Harambe" innerhalb von zwei Tagen fast 90.000 Unterschriften gesammelt hat.

Die Petition beschreibt die Entscheidung, den "schönen Gorilla" zu töten anstatt zu betäuben als "herzzerreißend". Der Zoo hätte sich zum diesem letzten Weg durchgerungen, da bei einem Betäubungsschuss ein erhöhtes Aggressionsrisiko bestanden hätte, wenn ein Mensch so nahe am Affen ist.

Außerdem kritisieren viele Petitionen die Eltern des Kindes, die ihr nicht besser im Auge behielten, und weitere rufen zur Schließung und zum Boykott von Zoos im Allgemeinen auf.

"Es wird vermutet, dass die Situation durch elterliche Fahrlässigkeit verursacht wurde," steht in einer der Petitionen, bevor sie dazu aufruft, dass "die Eltern zur Rechenschaft gezogen werden für den Mangel an Aufsicht und der Fahrlässigkeit, wegen der Harambe sein Leben verlor."

Erst zwei Tage zuvor hatte der Zoo den 17. Geburtstag des Gorilla-Männchens gefeiert:

Dies war nicht der erste Vorfall dieser Art in US-amerikanischen Gorilla-Gehegen: Am 31. August 1986 im Durrell Wildlie Park und am 16. August 1996 im Brookfield Zoo fielen ebenfalls Kinder in Gorilla-Gehege. In diesen beiden Fällen wurden die Gorillas nicht getötet und beide Kinder wurden gerettet.