Putin übergibt an Netanjahu von syrischen Truppen erbeuteten israelischen Panzer

Putin übergibt an Netanjahu von syrischen Truppen erbeuteten israelischen Panzer
Russland gibt Israel einen Panzer zurück, den syrische Truppen Anfang der 1980er Jahre als Trophäe erbeutet und später an Moskau übergeben hatten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dankte Wladimir Putin "für diese humanitäre Geste".

Russland gibt Israel einen Panzer zurück, den syrische Truppen Anfang der 1980er Jahre als Trophäe erbeutet haben, und der bis jetzt in einem Museum bei Moskau ausgestellt ist. Dabei handelt es sich um einen Kampfpanzer vom Typ Magach, zu dem die israelische Armee (IDF) 1982 während eines Gefechtes im Zuge des Libanonkriegs in der Nähe der Ortschaft Sultan Yakub den Kontakt verloren hatte. Später übergab Syrien den Panzer an die UdSSR. Das Schicksal der einstigen Panzer-Besatzung ist bis heute ungewiss.

Wie die Pressestelle des israelischen Ministerpräsidenten mitteilt, habe Russland somit die Bitte Benjamin Netanjahus erfüllt, der im April 2016 in Moskau zu Besuch war und dieses Thema angesprochen hatte. Sie zitiert den Ministerpräsidenten mit den Worten:

"Dieser Panzer ist das einzige Zeugnis jener Schlacht, und er wird nun nach Israel zurückkehren, weil Präsident Putin meiner Bitte Folge geleistet hat.“

„Wir versuchen auf jede Art und Weise zu klären, was Zvi Feldman, Zachary Baumel und Yehuda Katz geschehen ist. Wir lassen davon nicht ab, bis wir es genau wissen. Gleichzeitig möchte ich dem russischen Präsidenten für diese humanitäre Geste danken“, steht auf der russischsprachigen Facebook-Seite des israelischen Ministerpräsidenten. 

Zurzeit weilt in Moskau eine Militärdelegation aus Israel, die zusammen mit ihren russischen Kollegen den technischen Aspekt der Übergabe erörtern soll. Anfang Juni will Netanjahu wieder die russische Hauptstadt besuchen.