China: Waschmittelwerbung von Rassismus umspült

China: Waschmittelwerbung von Rassismus umspült
Ein aktueller Werbespot für das Waschmittel "Qiaobi" sorgt gerade für Furore im Internet. Ein US-Amerikaner, der zur Zeit in China lebt, hat ihn aufgezeichnet und unter dem schlichten Titel "Ich bin entsetzt." auf Facebook gepostet. Der Werbespot zeigt eine attraktive Chinesin in der Waschküche und einen farbigen Maler bei der Arbeit. Es kommt zum Flirt, der nicht ganz so läuft, wie man es erwarten würde. Aber sehen Sie selbst.

Nachdem die Frau und der Mann mit dem von der Arbeit verdrecktem T-Shirt sich recht nahe gekommen sind und man schon die Kuss-Szene erwartet, schiebt die Chinesin dem Farbigen plötzlich ein "Qiaobi"-Waschkissen in den Mund und drückt ihn kopfüber in die Waschmaschine.

Nach dem Waschgang kommt er als Chinese wieder heraus, inklusive sauberem T-Shirt.

Das Video, das ursprünglich von Christopher Powell bei Facebook gepostet wurde und dort schon über vier Millionen Aufrufe hat, ist auch bei YouTube innerhalb nur eines Tages schon über die zwei Millionen-Marke gesprungen, und sorgt für viel Empörung und Diskussionen wegen des in der Message transportierten Rassismus.

Die Werbung, die aktuell im chinesischen Fernsehen und in den Kinos zu sehen ist, erinnert sehr stark an einen Werbespot aus Italien von 2007. Die beiden Clips sind fast bis ins letzte Detail deckungsgleich, mit dem Unterschied, dass die Italienerin einen hageren weißen Mann in die Waschmaschine stopft, der zu einem muskulösen Farbigen gewaschen wird.