Im Olympischen Park - Deutsche Austauschschülerin berichtet RT von ihrem Leben in Russland

Im Olympischen Park - Deutsche Austauschschülerin berichtet RT von ihrem Leben in Russland
Alona Bartenschlager kommt aus Bayern, ist 15 Jahre alt und hat sich mit dem Zug auf den Weg nach Russland gemacht. Von Ingolstadt über Berlin ging es nach Sotschi. Dort besucht sie für mehrere Monate die Schule. Für RT Deutsch berichtet Alona, abseits der großen Politik und medialer Verzerrungen, von ihrem neuen Alltag. In ihrem aktuellen Beitrag erzählt sie von ihrem Besuch im Olympischen Park, einem ehemaligen Areal der Olympischen Winterspiele 2014.

Alona mit ihrer Mutter und einem Veteranen bei den Gedenk- und Feierveranstaltungen anlässlich des 71. Jahrestages des Sieges gegen den Nationalsozialismus. Da Sotschi keine Garnisionsstadt ist, verlaufen die Feierlichkeiten in der russischen Schwarzmeer-Stadt ohne Militärparaden.

Ihr erinnert Euch sicher noch an die Olympischen Winterspiele 2014. Die sind in Sotschi ausgetragen worden, obwohl das erst einmal seltsam klingt. Das Klima hier ist nämlich wie am Mittelmeer, so wie in Nizza. Aber in 40 Minuten mit dem Auto oder mit dem Zug ist man hoch im Kaukasus und dort hat ein Teil der Spiele stattgefunden. Der andere Teil war unten am Meer. Dort waren die Wettbewerbe, die in der Halle ausgetragen werden, wie Eishockey, Eisschnelllaufen, Eiskunstlauf, Eistanz oder Curling. Diesen Olympischen Park habe ich jetzt besucht. Er liegt im Stadtteil Adler, in dem sich auch der Flughafen befindet.

Eine gute Schulfreundin hat mir angeboten, dass ihr Vater und sie meine Mutter und mich mitnehmen zum Olympischen Park. Wir waren natürlich begeistert von dieser Idee, also sind wir am nächsten Tag alle gemeinsam hingefahren. 2014 waren mein Vater, meine Mutter und ich bei den Olympischen Winterspielen schon mal dort. Seither hat sich einiges verändert. Früher standen viele Pavillons, die von großen Firmen genutzt wurden. In anderen wurden Getränke oder Essen verkauft. Von diesen Pavillons sind nicht mehr viele da. Das Gelände wird aber immer noch genutzt, zum Beispiel ist vor nicht langer Zeit ein Formel1-Rennen gestartet worden. Auch andere sportliche Veranstaltungen gibt es.

Geschafft! Alona nach der langen Zugfahrt von Berlin nach Moskau im Hotel Cosmos.

Der Eintritt hat nichts gekostet. Wir haben uns Fahrräder gemietet und sind durch den ganzen Park gefahren. Das war eine gute Idee, weil der Park ziemlich groß ist. Wenn es warm ist, sind dort viele Menschen. Bei uns war das Wetter auch ganz ok. Ich habe natürlich viele Fotos gemacht und meine Freundin und ich haben viel gequatscht. Ich habe ihr erzählt, dass ich 2014 in der Curlinghalle war und dort diesen Sport kennengelernt habe. Außerdem habe ich einmal eine Siegerehrung miterlebt. Und überall war Musik und kulturelle Beiträge.

Die riesige Fackel, auf der damals das olympische Feuer gebrannt hat, steht noch. Das Feuer hat natürlich nicht mehr gebrannt. Direkt daneben ist ein Brunnen, im Russischen Fontan genannt. Dort waren, wie damals, immer wieder Wasserspiele mit Musik zu sehen und zu hören. Direkt neben dem Olympischen Park liegt der Sotschi Park, ein Vergnügungspark mit spektakulären Fahrgeschäften. Aber den haben wir nicht besucht. Wir sind lieber weiter zum nahen Strand geradelt. Dort stehen viele kleine Buden und Läden, in denen es Kaffee oder Souvenirs usw. gab. Wir sind dann den Strand entlang gefahren und konnten bis nach Abchasien sehen, ein sehr schönes Land. Das Meer war ruhig und wir haben angehalten und den Wellen zugesehen. Danach sind wir auf dem Fahrradweg zurückgefahren und haben die Fahrräder abgegeben. Ich habe den Ausflug sehr genossen.