Russische Behörden warnen: Baikalsee droht dasselbe Schicksal wie dem Aralsee

Russische Behörden warnen: Baikalsee droht dasselbe Schicksal wie dem Aralsee
Das Vorhaben der Mongolei, an dem in den Baikalsee mündenden Fluss Selenga drei größere Wasserkraftwerke zu errichten, kann zur Austrocknung des tiefsten Süßwassersees des Planeten führen. Dies sagen Quellen in russischen Energiefirmen und im Ministerkabinett.

„Der in der Mongolei geplante Aufbau von drei größeren Wasserkraftwerken an der Selenga wird unwiderrufliche negative Folgen für den ökologischen Zustand des Baikalsees haben“, schreibt das Blatt. Sollten keine notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, könnte der älteste Süßwassersee der Erde das Schicksal des verschwundenen Aralsees wiederholen. Der Zeitung „Iswestija“ zufolge würden die zuständigen russischen Behörden schon an der Lösung des Problems arbeiten.

Mit seinen 1.642 Metern ist der Baikalsee der tiefste und größte Süßwassersee des Planeten. Seit 1996 steht er auf der UNESCO-Weltnaturerbe-Liste.  

Die Austrocknung des Aralsees hat in den 1960er Jahren begonnen. Die Ursache war die massive Wasserentnahme aus den Flüssen Amudarja und Syrdarja für die künstliche Bewässerung von Anbauflächen. 1989 teilte sich der zentralasiatische Salzsee in zwei isolierte Gewässer: in den kleineren Nördlichen Aralsee und den größeren Südlichen Aralsee. 2014 trocknete der östliche Teil des Südlichen Aralsees völlig aus.