Fahrt der russischen "Nachtwölfe" nach Berlin: Brno empfängt die Biker mit Brot und Salz

Fahrt der russischen "Nachtwölfe" nach Berlin: Brno empfängt die Biker mit Brot und Salz
Die russischen Biker aus dem Club „Nachtwölfe“, die an der Motorradtour „Straßen des Sieges – Nach Berlin“ teilnehmen, wurden im tschechischen Brno nach altem russischen Brauch mit Brot und Salz empfangen. Zuvor hatten ihnen der polnische Grenzschutz die Durchfahrt verboten.

Quelle: Anna Schalimowa

Nach Medienangaben trafen in Tschechien rund 100 Biker ein. Sie erreichten Brno in zwei Gruppen: Die erste kam aus Bratislava, wohin die Motorradfahrer mit dem Flugzeug aus Weißrussland geflogen waren, als die polnischen Grenzbeamten sie nicht durchgelassen hatten. Um nach Brno zu gelangen, mussten die Aktivisten Bikes in der Slowakei mieten. Sie wurden von einheimischen „Kollegen“ begleitet. Die zweite, größere Gruppe gelangte in die Stadt aus dem Nordosten Tschechiens in Begleitung ihrer tschechischen Kameraden.     

Auf dem Programm der Biker steht die Besichtigung der Grabstätten der russischen Armeeangehörigen in Brno und Umgebung.

Die Aktivisten aus dem Bikerclub „Nachtwölfe“ führen anlässlich des Tag des Sieges eine Motorradtour von Moskau nach Berlin durch. Polen hatte jedoch die Durchfahrt verboten. Der „Nachtwölfe“-Führer Alexander Saldostanow alias Chirurg nannte den Beschluss der polnischen Behörden einen Akt "zynischen Willkür".

Die „Nachtwölfe“ verklagten den polnischen Grenzschutz, der ihnen die Einreise verboten hatte. Nach Angaben der polnischen Nachrichtenagentur „PAP“ fordern die Aktivisten, die Handlungen der polnischen Behörden für unrechtmäßig zu erklären, die Visa wiederherzustellen und sie für das gescheiterte Motorradrennen zu entschädigen.