Blumenstadt Sotschi - Deutsche Austauschschülerin berichtet RT von ihrem Leben in Russland

Blumenstadt Sotschi -  Deutsche Austauschschülerin berichtet RT von ihrem Leben in Russland
Alona Bartenschlager kommt aus Bayern, ist 15 Jahre alt und hat sich mit dem Zug auf den Weg nach Russland gemacht. Von Ingolstadt über Berlin ging es zunächst nach Moskau und dann weiter nach Sotschi. Dort besucht Alona für mehrere Monate die Schule. Für RT Deutsch berichtet Alona, abseits der großen Politik und medialer Verzerrungen, von ihrem neuen Alltag in Russland. In ihrem aktuellen Beitrag erzählt sie über die Besonderheiten, die Sotschi zu einer Ausnahme im russischen Frühling machen.

Sotschi ist eine immergrüne Blumenstadt. Das fällt sofort auf. Überall gibt es Parks, Blumenrabatte, Bäume, Alleen. Überall grünt und blüht es. Das hat seine Gründe: Sotschi ist eine Kurstadt. Natürlich soll sie sich ihren Gästen von der besten Seite zeigen.

Es hat aber auch mit dem Klima zu tun. Es ist dasselbe Klima wie in Nizza, Cannes oder Monaco. Dann ist da noch etwas: Wie ich erfahren habe, haben russische Botaniker ab Ende des 19. Jahrhunderts experimentiert, was in Sotschi alles wachsen kann und haben viele fremde Arten eingeführt.

Deshalb wachsen hier auch Palmen, die eigentlich in Russland gar nicht heimisch sind. Ich habe sogar Bananenstauden gesehen mit ganz kleinen Früchten daran. Reif werden sie nicht, dafür ist es im Winter dann doch zu kalt. Aber auch im Winter wird es selten kälter als Null Grad. Und nicht in allen Jahren fällt Schnee. Meine Mama sagt, dass es sehr hübsch aussieht, wenn die Palmen eine Schneehaube tragen. Ich selber habe das noch nie erlebt.

Sotschi: Palmen im Schnee
Sotschi: Palmen im Schnee

Es ist also ein bunte Pracht, Rosen und Tulpen gibt es und viele andere Blumen, die ich gar nicht kenne. Auch viele Bäume sind gepflanzt, nicht nur Palmen, und Büsche und Sträucher. Es wurden sogar einige Hauptstraßen verbreitert, um in der Mitte Blumeninseln einzubauen. Manche sind so gestaltet, dass sie ein schönes Muster ergeben. Das schmückt die Stadt wirklich sehr.

Sotschi hat zwei sehr große Botanische Gärten, oder "Dendrarien", wie sie hier genannt werden. Dann den Park Riviera, im Stadtteil Adler, dort wo der Flughafen liegt, gibt es einen alten Betrieb, welcher "Südliche Pflanzenkulturen" heißt.

Sehr grün und bunt ist auch die gesamte Promenade, die sich oberhalb des Strandes über viele Kilometer entlang des Zentrums zieht. Überall Blumeninseln, Baumgruppen, bepflanzte Rasenflächen, Skulpturen und Brunnen. Besonders prächtig und groß ist der Brunnen vor dem Hafengebäude und in der Nähe vom Zirkus gibt es eine ganze Anlage mit Wasserspielen.

Eine ganz tolle Stimmung herrscht in der Nacht. In vielen Baumkronen hängen Lichterketten und Lichtgirlanden. Und viele Bäume sind mit farbigen Strahlern angestrahlt, meistens in Grün, und das sieht auch sehr hübsch aus.

So gesehen ist eigentlich ganz Sotschi ein Dendrarium und ein Baum, der Eukalyptus, hat in der Geschichte von Sotschi eine ganz wichtige Rolle gespielt, aber dazu ein anderes Mal mehr.