"So ein Käse" - Deutsche Austauschschülerin berichtet RT von ihrem Leben in Russland

"So ein Käse" - Deutsche Austauschschülerin berichtet RT von ihrem Leben in Russland
Alona Bartenschlager kommt aus Bayern, ist 15 Jahre alt und hat sich mit dem Zug auf den Weg nach Russland gemacht. Von Ingolstadt über Berlin ging es zunächst nach Moskau und dann weiter nach Sotschi. Dort besucht Alona für mehrere Monate die Schule. Für RT Deutsch berichtet Alona, abseits der großen Politik und medialer Verzerrungen, von ihrem neuen Alltag in Russland. In ihrem aktuellen Beitrag erzählt sie über einen besonderen Einkausbummel in einem Gourmet-Geschäft mit Waren aus der Krim.

Geschafft! Alona nach der langen Zugfahrt von Berlin nach Moskau im Hotel Cosmos.

Hallo zusammen,

In Sotschi haben meine Mama und ich ein besonderes Geschäft entdeckt. Dort gibt es Waren von der Krim. Deshalb sind wir auch reingegangen. Meine Mama hat auf der Krim studiert und hat diese Halbinsel in ihr Herz geschlossen. "Ich trage die Krim in der Seele", hat sie mir mal erklärt. Deshalb wollte sie unbedingt in diesen Laden und ich war natürlich auch neugierig.

In diesem Geschäft verkaufen sie verschiedene Weine von der Krim. Für Feinschmecker super. Nur mag ich keinen Wein. Aber Käse mag ich und den gibt es dort in so vielen verschiedenen Sorten, dass ich ganz begeistert war. Der Käse stammt ebenfalls von der Krim. Ein Verkäufer, der sehr nett war, führte uns erst einmal die Weine vor. Ich verstehe davon überhaupt nichts, meine Mutter schon ein bisschen mehr, aber ich war erstaunt, was man alles über Wein wissen kann.

Aber wir wollten ja eigentlich Käse. Also zog der Angestellte Hygienehandschuhe an, zeigte uns die verschiedenen Sorten und erklärte, wie welcher Käse schmeckt und was alles drin ist. Viele verschiedene Gewürze zum Beispiel. Dann holte er einen großen runden Laib. Der war gespickt mit Peperoni. Aber das waren nicht einfach kleine Stückchen, sondern insgesamt fünf große ganze Peperoni steckten drin. Er hat uns auch eingeladen zu probieren. Wir entschieden uns für einen weichen Käse, der sehr aromatisch schmeckte.

Ich habe mich dann im Laden etwas umgesehen. Da standen Regale mit den Weinflaschen und für Gläser, eine Theke für Käse und andere Spezialitäten, auch aus Holz, und eine Kühlvitrine mit Drehtellern. Darauf lagen Fleisch- und Wurstprodukte und wieder Käse. Für die Kasse gab es eine eigene Theke. Alles war sehr hell und geräumig, besonders die Leuchter an der Decke haben mir gefallen.

Weil der Käse so gut war, haben wir ein paar Tage später nochmal vorbeigeschaut. Dabei trafen wir die Chefin und die Managerin und wir haben uns mit ihnen unterhalten. Es hat sich herausgestellt, dass die Managerin Verwandte und Freunde in Bayern hat. Beide waren sehr gesprächsfreudig und nett. Wir werden dort auf jeden Fall noch öfters kaufen.

Und noch etwas: In diesem Geschäft gibt es eine breite Treppe, die nach oben ins nächste Stockwerk führt, zu einem Schönheitssalon. Aber davon erzähle ich Euch beim nächsten Mal.

Alles Gute

Alona