Befreiung Palmyras: Berichterstattung in westlichen "Leitmedien" versus den Leserkommentaren

Befreiung Palmyras: Berichterstattung in westlichen "Leitmedien" versus den Leserkommentaren
Über die Zurückeroberung Palmyras durch die syrische Armee und die russische Luftwaffe hat der westliche Mainstream nur sehr halbherzig berichtet. Ganz anders die Haltung in den Leserforen derselben Zeitungen. Viele Kommentatoren bezeugten Russland ihre Dankbarkeit und missbilligten offen den Versuch einheimischer Politiker und Journalisten, den Sieg über die IS-Terroristen zu verschweigen. RT zeigt eine Auswahl der prägnantesten Kommentare aus den Leserforen in Europa, den USA und Israel.

DEUTSCHLAND:

Die Zeit

Podgorny: Gutes Gelingen, kann man den syrischen Streitkräften nur wünschen. Verrückt, oder? Ausgerechnet Assad und die viel gescholtenen Russen, sind nun die Hoffnungsträger im Kampf gegen den IS. Ich ziehen auf jeden Fall meinen Hut, vor dem selbstlosen Eingreifen der russischen Armee im Sinne des Friedens.

Loesung: "Nach der Rückeroberung von Palmyra hat die syrische Armee eine Offensive auf die Großstadt Rakka angekündigt." Nun kann der Angriff auf Rakka erfolgen. Damit ist der IS im Nerv getroffen.

r.a.bunzel: Wenn die syrische Armee den "IS" aus Rakka vertreibt, kommen womöglich die ausgewanderten IslamistInnen wieder nach Europa zurück. Schön für Syrien, aber nicht für uns.

Liane G.: Gute Nachricht. Mit Hilfe der Russen wurde mehr gegen diesen IS samt seiner Verbündeten in wenigen Monaten erreicht, als in 5 Jahren durch die sog. westliche Koalition. Mögen die Kurden im Irak auch erfolgreich sein, die tapferen Frauen, die in deren Armee kämpfen, wären mal einen Artikel wert. Die packten nicht ihre Sachen, sie zogen Uniformen an, um ihre Heimat zu befreien.

Ehemaliger EU Befürworter: Ich bin weder ein Freund von Putin oder von Assad, aber ohne dem Eingreifen der Russen wäre die Lage noch schlimmer und würde noch Jahre dauern. Assad wird nicht stürzen und das ist in der momentanen Situation auch gut so. Ein Volk das einen Diktator stürzen will und sich dabei selbst umbringt ist gut beraten sich erst selbst zu einigen und das sehen inzwischen viele Syrer ähnlich. Eine Syrerin, übrigens Christin und schon seit 10 Jahren in Deutschland, aus wirtschaftlichen und nicht politischen Gründen, sagte schon vor ca 2 Jahren zu mir " bei uns funktioniert es nur mit einer starken Hand". Ich denke das ist in den meisten arabischen Staaten ähnlich. Die meisten Politiker auch wenn sie es nicht aussprechen, bereuen schon lange das sie den arabischen (Frühling) oder besser Herbst, unterstützt haben.

FRANKREICH:

Libération

the_punisher: Bravo, Russen! Sie haben es geschafft, den Eifer der „moderaten Islamisten“ abzukühlen. Sie haben sie an den Verhandlungstisch gesetzt und beschäftigen sich nun mit den IS-Bastarden. Dabei machen sie es besser, als unsere europäischen Trödler… Vielen Dank, nun gibt es weniger Menschen, die zu uns kommen und unsere Leute sprengen können… Im Unterschied zu einigen Einheimischen weiß ich, wer mein Feind ist. Das ist der IS.

zevalos: Danke, Russen. Recht so! Danke, Amerikaner. Recht so! Und wir, Europäer, werden weiterhin plaudern.

Le Nouvel Observateur

cali 44: Gleichzeitig müssen wir uns alle darüber freuen, dass die obengenannte Koalition die Barbaren aus diesem wunderschönen Ort vertrieben hat. Hoffentlich wird der IS, dieser Tumor, durch die Angriffe Russlands und Syriens einerseits und der Koalitionstruppen andererseits beseitigt werden, ohne in ganz Europa Metastasen zu streuen.

ITALIEN:

Il Fatto Quotidiano

alexa.2: Es ist offensichtlich, dass Palmyra in den Händen des IS war, und dass die Syrer es dank der russischen Luftangriffe zurückgewinnen konnten. Ich hoffe, dass die westliche Propaganda damit aufhört, die Einmischung Russlands in die syrische Krise zu diskreditieren, die dazu verhalf, größere terroristische Gruppierungen zu besiegen. Gleichzeitig hat die Koalition der USA und weiterer 60 Länder die Situation kaum zum Besseren hin gewendet. Wie immer, übrigens. Sicherlich wird nun die EU die Sanktionen gegen Russland verschärfen.

Saverio GPallav: Heute hat Corriere della Sera nur nebenbei über die Befreiung von Palmyra vom IS berichtet. Das bestätigt nur die Haltung der großen westlichen Medien zum Krieg in Syrien. Die Einmischung Russlands hat den Verlauf des Krieges verändert, der allem Anschein nach mit einem Seig der radikalen Islamisten oder mit einer ewigen Anarchie wie in Somalia und Libyen enden sollte. Die winzig kleinen Meldungen, wo über die Gegenoffensive der syrischen Armee berichtet wird, zeigen, dass diese Wendung einigen wohl nicht gefällt.

POLEN:

Bankier

józek: Präsident Putin ist zurzeit der beste Führer und Stratege.

PogromcaPajaca: Wolodja, gratuliere! Du bist mein Idol. In Polen mangelt es an Persönlichkeiten wie du. Das Problem liegt darin, dass unsere Gesellschaft zu heuchlerisch und fromm ist. Man stimmt ständig für Pseudoführer, die keine Eier haben.

Wiadomości

ula: Die USA sind der Weltverbrecher! Putin zum Präsidenten Polens!!!

lusnia: Ich gratuliere auch Assad.

GazetaPrawna

rezim: „Truppen des Assad-Regimes“ — Warum „des Regimes“? Weil sie es gewagt haben, sich den Terroristen zu widersetzen?

Dziennik

walic muzulmanow: Eben so wird Politik und Strategie von einem wahren Slawen gestaltet. Bravo!

Plo: Alles dank Russland. Bravo!

GROSSBRITANNIEN:

Daily Express

Bernie: Wem würden Sie die Aufgabe anvertrauen, die Interessen Ihres Landes zu verteidigen und dafür zu kämpfen: Cameron, Obama oder Putin? Die Antwort liegt auf der Hand, nicht wahr?

Youd better believe it: Sehr gut, dass die USA einen so starken Präsidenten haben, der sie verteidigt. Schade, dass sein Name Putin ist…

Daily Mail

patrickd369: Danke den Kurden, Assad und Putin. Sie haben Obama, Cameron, Merkel und Erdoğan blamiert.

Maw: Die Syrer und die Russen haben es gut gemacht. Vielleicht werden Großbritannien, die USA und Frankreich es sich nächstes Mal genau überlegen, bevor sie sich in die Angelegenheiten anderer Länder wegen Erdgas und Erdöl einmischen.

Fortuna: Warum ist das keine Topnachricht? Die Meldung, dass die Terroristen Palmyra vernichten, stand ganz oben. Nun interessiert ihr euch mehr für eine billige TV-Show. Vielleicht weil es Assad und Russland sind, die über den IS gesiegt haben? So etwas kommt vor, wenn Soldaten in der Tat Terroristen töten und nicht entscheiden, wer die „Aufständischen“ und wer die „Oppositionellen“ sind.

cherry: Und das haben ausgerechnet Assads Truppen gemacht, die der Westen vernichten will.

SimonSmall: Putin hilft den IS vernichten, während Cameron Terroristen finanziert, indem er ausländische Hilfe regelmäßig in die falschen Hände geraten lässt, weil er zu inkompetent ist, um genau zu verfolgen, an wen diese Hilfe dann kommt. Was für eine Plage dieser Cameron für Großbritannien und alle guten Menschen weltweit ist!

nexus7: Sobald Assad mit Putins Hilfe die Kontrolle über sein Land zurückbekommen wird, werden „syrische“ Flüchtlinge keinen Grund mehr haben, Asyl zu fordern. Schickt sie zurück, damit sie das Land wiederaufbauen, und damit sich die westlichen „Führer“ nicht mehr einmischen.

MeEngland: Ich habe nie gedacht, das ich das sagen würde… Wir sind auf eurer Seite, Assad und Putin!

Independent

Philip: Die USA und Großbritannien haben nichts für den Kampf gegen den IS getan. Lange Kolonnen von Islamisten wurden an der türkischen Grenze bemerkt. Doch sie wurden weder von den Türken noch von den USA noch von Großbritannien angegriffen. Dank Putin und Assad wurde dem IS ein ernsthafter Schlag versetzt. Hoffentlich wird er ganz zerschlagen sein. Schande über Cameron und die Amerikaner, deren Rüstungsindustrie sich auf Kosten der sich zuspitzenden Krisen bereichert.

BillDaniels: Putin hat gezeigt, dass diese steinzeitlichen Bösewichte eine leichte Beute für moderne Waffen sind. Jeden Tag haben wir die Beweise dafür gesehen, dass der Westen den IS nicht vernichten will. Unsere neue Bewaffnung könnte sie innerhalb eines Tages kaputtmachen, aber sie wird nicht eingesetzt.

Tetsuoii: Wenn man die Erfolge der russischen Kampagne in Syrien beobachtet, kommt man auf die verlockende Idee, sie darum zu bitten, nebenbei auch die Situation im Irak zu meistern…

David: Nach einiger Zeit erscheint der „arabische Frühling“ nicht mehr so wunderbar. Nicht wahr? Was ist schlimmer: ein korrupter Diktator, der bis zu einem gewissen Grad die Rechte der Frauen und der religiösen Minderheiten achtet, oder eine „Demokratie“, die direkt zur „Muslimbruderschaft“, dem sich wie Krebs verbreitenden Islamismus und/oder dem interreligiösen Krieg führt? Nach dem Entstehen des IS, der weltweiten Verbreitung des Islamismus, der Zersplitterung Libyens und anderer, von dem „arabischen Frühling“ betroffenen Länder und nach der wackeligen „Demokratie“ im Irak glaube ich, dass die ganze Welt nun weiß, was Obama und Cameron bevorzugen. Wenn sie nur eine Zeitmaschine hätten…   

ISRAEL:

Ynet

Jewgeni Diment: Erstens hat Assad Palmyra nicht besetzt und nicht erobert, sondern befreit. Zweitens schöpft diese Menschenrechtsorganisation ihre Informationen aus dem russischen und syrischen Fernsehen. Wozu braucht man denn überhaupt diese fiktive Organisation als glaubwürdige Informationsquelle zu zitieren?

Anonymus: Putin ist ein braver Kerl! Alle haben gedacht, er würde dort lange festsitzen.

Anonymus2: In der Tat kämpft ausgerechnet Putin gegen den IS. Somit kämpf er für eine bessere Zukunft Europas und der USA.

Aren: Die russische Armee ist die beste der Welt.

USA:

Los Angeles Times

mtkayak: Um den Krieg in Syrien zu lösen, braucht man einen echten Mann – Putin. Aus einem Land, wo man es immer noch weiß, das Gute vom Bösen zu unterscheiden.

The Wall Street Journal

B Lee: Da haben wir’s, Putin hilft den Syrern, den IS zu besiegen, inzwischen kann sich Obama nur noch darüber ausbreiten, wie er den IS besiegen wird. Der Friedensstifter des Jahrhunderts sollte in seinem beigen Anzug Reden halten, damit man ein weiteres Thema neben seiner Inkompetenz zu besprechen hat.

Robert: Putin bringt die IS-Terroristen um. Das ist gut. So wird’s gemacht, Obama, 100 Bomben pro Tag.

Tom Topar: Die Karte, auf der ein weites Territorium dargestellt ist, das immer noch vom IS kontrolliert wird, müsste den Leser wachsam machen. Ich vermute, dass es dort sehr viele Ziele gibt, die für den US-amerikanischen Aufklärungsdienst und die Luftwaffe aus irgendeinem Grund kein Interesse darstellen. Man bekommt den Eindruck, dass diese Administration übervorsichtig agiert und keine entsprechenden militärischen Gegenmaßnahmen ergreift. Und ich kann nur raten, warum die von uns gewählten Vertreter den Hussein Obama nicht unter Druck setzen und von ihm keine Antworten verlangen.

Huffington Post

Paul Greene: Eben darin bestand der Plan: Eine Abmachung mit Assad treffen, sie einen Waffenstillstand nennen, die Russen die Opposition zerbomben lassen. Assad kämpft aber dieser Abmachung zufolge gegen den IS. Die Amerikaner leisten die „unsichtbare“ Arbeit. Das war sehr klug. Und die restliche Welt ist dieselbe Sauwirtschaft, und einige Zeit lang wird sich nichts ändern. Um etwas Neues zu bauen, muss man manchmal das Alte zerstören.

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