Panik in Brüssel: Bundespräsident Gauck fliegt mit F16-Kampfflugzeugen ein

 Joachim Gauck und Belgiens König Philippe (rechts) mit Ehrengarde vor dem Brüsseler Königspalast, 8. März 2016.
Joachim Gauck und Belgiens König Philippe (rechts) mit Ehrengarde vor dem Brüsseler Königspalast, 8. März 2016.
Bundespräsident Joachim Gauck besucht seit Dienstag die belgische Hauptstadt Brüssel. Im Anflug ließ sich Gauck aus Sorge um seine Sicherheit von belgischen Kampfjets begleiten. Einige Belgier fürchteten hingegen einen Terroranschlag und riefen die Polizei, andere fühlten sich an den Mai 1940 erinnert.

Tumult in der Nähe von Louvain. Zwei F16-Kampfjets zogen durch die Luft und begleiteten ein Passagierflugzeug auf dem Flughafen Brüssel-Zaventem. „In Zeiten der Terrorgefahr muss man das Schlimmste erwarten“, berichtet die Zeitung Het Laatste Nieuws. In der wallonischen Stadt meldeten sich besorgte Bürger bei der Polizei und den lokalen Medien.

Die Behörden konnten die Menschen schnell beschwichtigen: Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck hatte über das diplomatische Protokoll um eine standesgemäße Absicherung seiner Anreise im kleinen Nachbarland gebeten. Und so waren es anders als im Mai 1940 keine deutschen Kampfflugzeuge, die sich von Osten her schnell Brüssel näherten, sondern belgische F16-Kampfjets.

Auch das belgische Verteidigungsministerium bestätigte, dass die Düsenjäger die Maschine des deutschen Bundespräsidenten auf dessen ausdrücklichen Wunsch hin begleiteten. Wie sich das ausgeprägte Sicherheitsbedürfnis des Mecklenburger Protestanten erklärt, bleibt vermutlich sein Staatsgeheimnis. Die Tageszeitung Junge Welt spekuliert, dass der Bundespräsident Angst vor einem Raketenangriff aus dem Stadtviertel Molenbeek hatte.

Fakt ist, auch im Verlaufe seines weiteren Aufenthaltes lässt sich Joachim Gauck intensiver schützen als der US-Präsident. Und der hat immerhin nicht nur repräsentative Funktionen. Aber vielleicht bekommt Gauck auch einfach keine vernünftigen Gefährdungsanalysen, weil die deutschen Sicherheitsdienste damit beschäftigt sind, in Deutschland Medien zu überwachen, die vom russischen Steuerzahler finanziert werden.

Scharfschützen schützen: In diesem Fall den Mecklenburger Protestanten Joachim Gauck beim Besuch im aktut terrorgefährdeten Nachbarland Belgien.
Scharfschützen schützen: In diesem Fall den Mecklenburger Protestanten Joachim Gauck beim Besuch im aktut terrorgefährdeten Nachbarland Belgien.