IOC verkündet eigene Flüchtlings-Mannschaft für Olympische Spiele 2016 in Rio

Die Maskottchen "Vinicius" und "Tom" in Rio.
Die Maskottchen "Vinicius" und "Tom" in Rio.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat verkündet, dass bei Olympia 2016 in Rio geflüchtete Athleten ein eigenes Team bilden werden. Dies solle als Zeichen der Hoffnung für Flüchtlinge dienen.

Das Team wird den Namen Refugee Olympic Athletes (ROA) tragen und das Komitee wird sich aus 43 möglichen Athleten bis zu zehn aussuchen, die dann tatsächlich bei den Olympischen Spielen starten sollen.

Der IOC-Präsident Thomas Bach erläuterte diesbezüglich:

„Diese Athlethen habe keine Nationalmannschaft, zu der sie gehören, keine Flagge, hinter der sie hinterherlaufen können, keine Hymne, die gespielt werden kann. Diese Flüchtlinge werden bei den Olympischen Spielen mit der Olympischen Flagge und der olympischen Hymne auftreten. Sie werden zusammen mit den anderen 11.000 Athleten von den 206 Mitgliedstaaten im olympischen Dorf leben.“

IOC- Präsident Thomas Bach verkündete am Mittwoch eine Flüchtlingsmannschaft
IOC- Präsident Thomas Bach verkündete am Mittwoch eine Flüchtlingsmannschaft

Das IOC wird sich um Trainer und weitere Beamte kümmern. Hinzu werden sie die Teamuniformen und Trikots finanzieren und die Anfahrtskosten übernehmen.

Eine der möglichen Kandidaten ist Raheleh Asemani. Sie floh aus dem Iran und arbeitet nun als Postfrau in Belgien. Ihr größter Wunsch ist es, sich als Taekwondo-Kämpferin für Olympia zu qualifizieren. Auch die aus Syrien geflohene Yusri Mardini möchte zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Die 17-jährige Schwimmerin muss zunächst die Anforderungen des IOC erfüllen und sich dann gegen die anderen 42 Kandidaten durchsetzten.