Sprint-WM in Seoul: Organisatoren vertauschen die russische und US-amerikanische Nationalhymne

Sprint-WM in Seoul: Organisatoren vertauschen die russische und US-amerikanische Nationalhymne
Pavel Kulizhnikov, Russlands Top Eisschnellläufer, gewann die Goldmedaille über die 1000 Meter bei der Sprint-WM in Seoul. Bei der Medaillenübergabe passierte den südkoreanischen Organisatoren jedoch ein kurioser Fehler.

Neben Kulizhnikov standen die Niederländer Kjeld Nuis und Kai Verbij auf dem Siegerpodest. Jeder im Rund von Seoul erwartete nun die russische Nationalhymne, doch der südkoreanische Tonmann entschied sich zunächst die US-amerikanische abzuspielen, ehe er seinen Fehler bemerkte und die richtige Nationalhymne abspielte.

Kulizhnikov während des 1000m Rennens.
Kulizhnikov während des 1000m Rennens.

Während der russische Spitzensportler das mit einem Lächeln hinnahm, fand der russische Sportminister Vitaly Mutko das gar nicht lustig:

"Das ist nicht das erste Mal das so etwas passiert. Wir werden die ISF (Internationale Sport Föderation) informieren. Unsere eigenen Vertreter müssen auch ihre Arbeit tun und auf solche Dinge achten. Das ist sehr fahrlässig von den Organisatoren, und manche Menschen können nicht als verantwortungsvolle Personen arbeiten. Ich hoffe, dass dies nicht absichtlich war." 

Auch Roman Vlasov war von einem Hymnentausch betroffen.
Auch Roman Vlasov war von einem Hymnentausch betroffen.

Tatsächlich wurde schon vor knapp einem Jahr, bei den Weltmeisterschaften im Ringen, die russische Hymne vertauscht. Damals spielten die US-amerikanischen Organisatoren 30 Sekunden lang die alte sowjetische Hymne für Weltmeister Roman Vlasov, bevor sie die aktuelle fanden.