Fussball: Kommt endlich Abwechslung in die russische Premier Liga?

ZSKA Moskau in der Offensive gegen den FC UFA.
ZSKA Moskau in der Offensive gegen den FC UFA.
Die russische Liga war über lange Jahre wohl eine der weltweit langweiligsten. Die selben zwei Clubs teilten sich über sechs Jahre die beiden Spitzenpositionen. Doch das könnte sich dieses Jahr ändern.

Seit 2010 hieß der Erst- und Zweitplatzierte immer entweder ZSKA Moskau oder Zenit St. Petersburg. Doch diese Saison kommt St. Petersburg erstmals nicht über einen fünften Platz hinaus, während ZSKA zwar nach wie vor Tabellenführer ist, allerdings dicht gefolgt von FK Rostow und Lokomotive Moskau.

Fast immer Grund zum Jubeln: Fans des ZSKA Moskau
Fast immer Grund zum Jubeln: Fans des ZSKA Moskau

FK Rostow ist generell die Überraschung der Saison. Letzte Saison nur knapp dem Abstieg in der Relegation entronnen, spielen sie derzeit um die russische Meisterschaft und die Qualifikation für die europäischen Wettbewerbe.

Haben diese Saison öfters Grund zum Jubeln: Die Spieler des FC Rostov
Haben diese Saison öfters Grund zum Jubeln: Die Spieler des FC Rostov

Der  am kommenden Wochenende stattfindende 19. Spieltag ist möglicherweise der entscheidene. Zenit St. Petersburg spielt gegen den punktgleichen FC Krasnodar. Für Zenit ist dies die letzte Chance, um noch einmal in das Rennen um die Meisterschaft einzusteigen.

José Mauricio bejubelt sein Tor während eines Spiels zwischen seinem Verein FC Zenit St. Petersburg und FC Kuban Krasnodar.
José Mauricio bejubelt sein Tor während eines Spiels zwischen seinem Verein FC Zenit St. Petersburg und FC Kuban Krasnodar.

Der amtierende Meister muss allerdings auf die Viertplatzierten von Spartak Moskau hoffen. Gewinnen diese gegen den Stadtrivalen ZSKA, rücken Platz eins bis fünf bis auf vier Punkte zusammen.

Verliert Spartak allerdings gegen den Champions League-Teilnehmer und lässt gleichzeitig die Überraschungsmannschaft aus Rostow gegen den abstiegsbedrohten Krylia Sowjetow Samara Punkte liegen, sähe es ganz nach einem Alleingang des Hauptstadt Klubs aus.

Nicht zu vergessen ist der Drittplatzierte Lokomotive Moskau. Diese spielen am Sonntag gegen den Tabellensiebten FK Terek Grosny, der um die Qualifikation für die Europa League kämpft.

Tereks Rodolfo, (l.), im Spiel zwischen Krasnodar und Terek Grozny.
Tereks Rodolfo, (l.), im Spiel zwischen Krasnodar und Terek Grozny.

Auffällig bleibt, dass Moskau die dominierende Stadt in der obersten russischen Spielklasse ist. Nur die neureiche englische Premier League mit fünf Hauptstadtklubs kann die vier Moskauer Vereine (ZSKA Moskau, Lokomotive Moskau, Spartak Moskau und Dynamo Moskau) in dieser Hinsicht noch übertrumpfen.