"Oscar des Journalismus" - RT mit 13 Nominierungen vor CNN in Endausscheidung des New York Festivals

"Oscar des Journalismus" - RT mit 13 Nominierungen vor CNN in Endausscheidung des New York Festivals
RT ist ins Finale des internationalen Fernsehwettbewerbs „New York Festivals“ eingezogen und überholt erstmals CNN in der Zahl der Nominierungen. Um den höchsten Preis wetteifern Sendungen, die der 70. Generalversammlung der Vereinten Nationen, der Evakuierung von Zivilisten aus dem Jemen und den Protesten in Baltimore gewidmet waren, sowie vier Dokumentationen aus RT-Produktion. Zudem ist RT in den Bereichen "Beste Analyse" und "Beste Moderation" nominiert.

In der Kategorie „Beste Berichterstattung über andauernde Ereignisse“ (Best Coverage of Continuing News Story) wurde die Live-Sendung von RT „Steckengeblieben im Jemen“ (Stuck in Yemen) für das "New York Festivals" nominiert.

Der Sender hatte dabei nicht bloß über die Ereignisse im Jemen berichtet, sondern auch betroffenen Ausländern geholfen, den vom Krieg erfassten Staat zu verlassen. Dafür hatte RT eine Danksagung des Außenministeriums der Russischen Föderation erhalten. In derselben Kategorie kämpfen auch die Sender „Al Jazeera English“, „CNN“ und „PBS“.

In der Kategorie „Beste Nachrichtensendung“ (Best Newscast) stehen gleich zwei Leistungen von RT auf der Liste: Zum einen die der 70. Generalversammlung der UNO in New York gewidmete Sonderausgabe und zum anderen ein Beitrag von „RT America“ über die Proteste gegen die Polizeigewalt in Baltimore, die nach dem Mord am 25-jährigen schwarzen Freddie Gray ausgebrochen waren.    

Die Autorensendung „In the Now“ von Anissa Naouai, die bereits vor einem Jahr den Wettbewerb „New York Festivals“ gewonnen hatte, zog ins Finale als „Beste Analyse bzw. Bester Kommentar“ (Best News Analysis/Commentary) ein.  

Anissa Naouai und Maria Zakharova

Um den Preis als „Bester Nachrichtensprecher“ (Best News Anchor) kämpft die Moderatorin der Show „Boom Bust“ des Senders „RT America“, Ameera David.  

Vier RT-Dokumentationen – „Das Trauma“ (über die humanitäre Katastrophe in Donezk), „Das verschlafene Tal“ (über ein massenhaftes Schlafsyndrom in Kasachstan), „Ihr Krieg: Frauen gegen IS“ (über kurdische Frauen, die gegen Terroristen in Syrien kämpfen) und die spanischsprachige Doku „Sumud. 40 Jahre Widerstand“ (über Flüchtlinge aus der Westsahara) – brachten es zum Finale in den Kategorien „Aktuelle Ereignisse“, „Umwelt und Ökologie“, „Nationale bzw. Internationale Ereignisse“ und „Politik“.

Auch die RT-Spots „Cosmotrack“ (ein gemeinsames Projekt von RT, „Roskosmos“ und „YouTube“) und „70 Jahre Sieg“ (eine Ankündigung der Sondersendung über den Großen Vaterländischen Krieg) schafften es ins Finale. Das zum 10-jährigen Bestehen des Senders gedrehte virale Video „RT 2035“ wurde in der Kategorie „Image-Kampagne“ (Station/Image Promotion) nominiert.

Falls die russische Kampagne zu laut wird: Kopfhörer für BND-Mitarbeiter an einer Wand im neuen BND-Gebäude in Berlin Mitte. Aufgenommen während der Eröffnungszeremonie, am 31. März 2014.

Auf der Kandidatenliste steht auch ein Spot der Sendung „Politicking“ des legendären Journalisten Larry King, dessen zwei Shows von „RT America“ ausgestrahlt werden.

2015 hatte RT bei „New York Festivals“ in vier Nominierungen gewonnen. Unter den Preisträgern des Wettbewerbs waren der Dokumentarfilm „Blutige Rache“ (Blood and Honour) und die Sendung „World Tomorrow“ von Julian Assange gewesen.

„New York Festivals“ ist einer der weltweit größten Wettbewerbe im Bereich Journalismus, Kino und Werbung. In diesem Jahr wird die Preisverleihung am 19. April in Las Vegas stattfinden.

Die Tatsache, das RT regelmäßig bei renommierten US-amerikanischen TV- und Nachrichtenwettbewerben nominiert und prämiert wird, zeugt auch davon, dass trotz aller Senatsanhörungen zu RT, die US-amerikanische TV- und Journalismusbranche einen weit enspannteren und kollegialeren Umgang mit RT pflegt, als dies derzeit in Deutschland der Fall ist.