Astrodroid? Russische Entwickler bauen ferngesteuerten Roboter für Außeneinsätze im Weltall

Astrodroid? Russische Entwickler bauen ferngesteuerten Roboter für Außeneinsätze im Weltall
Ein Roboter, der per Funk übertragene menschliche Bewegungen eins zu eins umsetzt, wurde heute dem russischen Regierungsvertreter für militärische Wissenschaft und Technologie vorgestellt. Der Roboter, der ohne weitere Ausrüstung im Weltraum eingesetzt werden und verschiedene Reparaturaufgaben erledigen kann, wurde von den Ingenieuren „Fjodor“ getauft.

Schon letzte Woche sagte der stellvertretende Premierminister Dmitri Rogosin gegenüber Journalisten, dass die Entwicklung von Robotern fürs Militär keineswegs auf Einsätze militärischer Natur beschränkt sein wird, sondern die Weltraumnutzung die eigentliche Priorität sei:

„So wird es bald einen Avatar geben, als neues Crew-Mitglied der russischen Weltraumstation.“

Der nun vorgestellte Roboter kann ohne weitere Ausrüstung im Weltraum eingesetzt werden und verschiedene Aufgaben erledigen, während sein Steuermann die geschützte Station nicht zu verlassen braucht.

Insgesamt wurden zwei Prototypen von der „Stiftung für Zukunftsweisende Forschung“ vorgestellt: Der im Video zu sehende Prototyp besteht lediglich aus einem „menschenähnlichen“ Rumpf mit zwei Armen. Der Steuermann hat eine Art Anzug an, welcher sehr empfindlich auf Bewegungen in den Bereichen Hals, Nacken, Schultern, Arme, Handgelenke, Hände und Finger reagiert und diese an den Roboter funkt, welcher seinerseits die Bewegungen eins zu eins kopiert.

Quelle: Mixabest/CC BY-SA 3.0

Diesen Typ Roboter-Avatar haben die Ingenieure „Fjodor“ getauft, und er kann bereits genutzt werden, um ein Fahrzeug zu steuern oder Schweißarbeiten auszuführen. Künftig soll er derartige Tätigkeiten auch autonom ausführen können.

Der zweite Roboter-Avatar ist eine menschenähnliche Gestalt, spezialisiert auf menschliche Bewegungs-Charakteristika wie Gleichgewicht, Kinetik und komplexe Koordination. Dieser Prototyp wird gleichzeitig von einem Steuermann und von Software gelenkt, und kann bereits selbständig eine vertikale Position einnehmen, zum Beispiel nach einem Sturz.

Des Weiteren stellten Ingenieure ein weiteres Ergebnis russischer Robotik vor: ein funktionsfähiges Exoskelett für die militärische Nutzung. Dieses verschafft einem Soldaten nicht nur ein Mehrfaches an Kraft, sondern kann auch Informationen von Drohnen oder vom Kommandoposten im Helm abbilden und ermöglicht dem Soldaten aus der Deckung heraus auf ein Ziel zu schießen, ohne es zu sehen.