Assange: Stelle mich, falls UN gegen mich entscheidet - Laut BBC stimmte UN-Gremium für Assange

Assange: Stelle mich, falls UN gegen mich entscheidet - Laut BBC stimmte UN-Gremium für Assange
Nach über drei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London kündigte WikiLeaks-Gründer Julian Assange an, dass er sich der britischen Polizei stellen wird, falls das UN-Gremium zur Untersuchung seines Falles gegen ihn entscheidet. Derweil meldet die BBC, dass der UN-Ausschuss bereits zu dem Urteil gekommen sei, dass Assanges willkürliche Festsetzung in der ecuadorianischen Botschaft illegal sei. WikiLeaks wartet noch auf eine offizielle Bestätigung durch die UN.

WikiLeaks Gründer Julian Assange aus der Zeit vor seinem Asyl in der equadorianischen Botschaft, bei einer Rede in Ellingham Hall, dem Haus eines Freundes und Journalisten Vaughan Smith, in Norfolk, England am 17. Dezember 2010.

Das Ergebnis einer UN-Untersuchung des Falles von Julian Assange soll am Freitagmorgen verkündet werden. Assange kann potenziell als freier Mann das Haus verlassen, wenn die fünfköpfige UN-'Arbeitsgruppe über willkürliche Haft' (WGAD) entscheidet, dass der WikiLeaks-Gründer in der ecuadorianischen Botschaft illegal festgehalten worden ist.

In einer Erklärung, von Wikileaks auf Twitter gepostet, sagte Assange:

"Sollte die UN morgen [Freitag] verkünden, dass ich meinem Fall gegen das Vereinigte Königreich und Schweden verloren habe, werde ich die Botschaft am Freitag Mittag verlassen, um die Verhaftung durch die britische Polizei zu akzeptieren, denn es gibt keine sinnvolle Aussicht auf weitere Rechtsmittel."

Der 44-jährige Australier suchte Zuflucht in der ecuadorianischen Botschaft in London im Juni 2012, um sich der Auslieferung nach Schweden zu entziehen, wo ihm erst sexuelle Nötigung vorgeworfen, was jedoch im August 2015 wegen Verjährung fallengelassen, und in den Vorwurf der Vergewaltigung umgewandelt wurde. Assange muss befürchten, an die USA ausgeliefert zu werden, weil seine Webseite 2010 geheime Akten des US-Militärs und Diplomatie veröffentlichte, das bis dahin größte Informationsleak in der Geschichte der USA.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind:

Die UN wird den BBC-Bericht jedoch nicht vor Freitag 11:00 Uhr kommentieren.

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