Julian Assange bald wieder frei? UN entscheidet am Freitag über Zukunft des Gründers von WikiLeaks

WikiLeaks Gründer Julian Assange aus der Zeit vor seinem Asyl in der equadorianischen Botschaft, bei einer Rede in Ellingham Hall, dem Haus eines Freundes und Journalisten Vaughan Smith, in Norfolk, England am 17. Dezember 2010.
WikiLeaks Gründer Julian Assange aus der Zeit vor seinem Asyl in der equadorianischen Botschaft, bei einer Rede in Ellingham Hall, dem Haus eines Freundes und Journalisten Vaughan Smith, in Norfolk, England am 17. Dezember 2010.
Das Ergebnis einer UN-Untersuchung des Falles von Julian Assange soll am Freitag verkündet werden. Dabei könnte die Freisetzung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange angeordnet werden. Hintergrund ist eine Beschwerde die Assange gegen Schweden und das Vereinigte Königreich an die UN-Arbeitsgruppe über willkürliche Haft (WGAD) im September 2014 eingereicht hatte.

Julian Assange auf dem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London. Quelle: CC BY-SA 2.0 Sasha Krotov

Der WikiLeaks-Gründer lebt seit über drei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London, nachdem ihm durch das südamerikanische Land als einziger Staat Asyl gewährte.

Assange wurde in Schweden zuvor sexuelle Gewalt und Nötigung vorgeworfen. Jedoch hat die schwedische Staatsanwaltschaft im August 2015 diese Anklagen fallengelassen, weil die Verjährungsfrist von fünf Jahren dafür abgelaufen war. Der ernstere Vorwurf der Vergewaltigung läuft jedoch erst 2020 ab.

Von Schweden befürchtet der WikiLeaks-Gründer an die USA ausgeliefert zu werden, wegen der Veröffentlichung von geheimen Schriftstücken des US-Militärs und Diplomaten im Jahr 2010 – eine Entscheidung, die zum bis dahin größten Informationsleak in der Geschichte der Vereinigten Staaten wurde.

Nach den Veröffentlichungen startete die USA ein Strafverfahren um Assange strafrechtlich zu verfolgen.

Gegründet im Jahr 2006, steht WikiLeaks an der Spitze von Veröffentlichungen von Informationen, welche Licht auf Regierungsmissbrauch warfen. Darunter waren Dokumente über das Verhalten von US-Militärs im Irak und Afghanistan, Teile des geheimen Transpazifischen Partnerschaft-Abkommens (TPP) und Dokumente aus dem persönlichen Email-Konto des CIA-Chefs.