Poroschenko manipuliert Titelseite des Economist mit "Führern der Welt 2017"

Poroschenko manipuliert Titelseite des Economist mit "Führern der Welt 2017"
Nutzer von sozialen Netzwerken reagieren mit Hohn und Spott auf eine gefälschte Titelseite des Magazins „The Economist“, die der ukrainische Präsident Petro Poroschenko in seinem Twitter-Account gepostet hat. Auf dem manipulierten Bild ist Poroschenko im Kreise von anderen Staats- und Regierungschefs zu sehen. Im Originalbild stand an seiner Stelle Wladimir Putin.

Der ukrainische Präsident hatte das nachgemachte Titelfoto am 3. Januar auf seinem Twitter-Account veröffentlicht und es mit folgendem Kommentar versehen:

„Einige Geschenke empfinde ich nicht als Kompliment, sondern als persönliche Verantwortung. Soweit die Tagesordnung an diesen Feiertagen.“

Nach diesem Fauxpas begannen Nutzer von Sozialen Netzwerken zahlreiche Fotomontagen zu entwerfen, auf denen Poroschenko auf den Titelseiten anderer bekannter Magazine wie „Time“, „Vogue“, "Playboy" oder „Esquire“ abgebildet ist. 

— o_0™ (@abbrvalg) 4. Januar 2016

Einige Stunden später wurde der Eintrag gelöscht. Das Präsidialamt nannte die Entscheidung, das fragwürdige Foto zu veröffentlichen, eine „Neujahrsidee“. Man sollte sie unbedingt „mit einer Prise Humor“ wahrnehmen und berücksichtigen, dass die Ukraine noch auf der Suche nach ihrem Platz in der Weltarena sei.

Viele reagierten auf den Fehlgriff mit beißender Kritik. Darunter auch der bekannte Journalist Bryan McDonald.

„Das soll Spaß machen, tut das aber nicht. Das ist einfach erbärmlich. Poroschenko hat einen neuen Tiefpunkt erreicht (und später gelöscht).“

Der Chef des Außenkomitees der russischen Staatsduma, Alexej Puschkow, bezeichnete die in Poroschenkos Twitter-Account gepostete Fälschung als „realitätsferne Träume“.

„Die Chroniken von Narnia: Poroschenko wähnt sich auf der Titelseite von „The Есоnomist“ neben Staats- und Regierungschefs von BRD, USA, Indien, China stehen. Träume, die realitätsfern sind.“ 

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