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Symptome wie bei Ebola: Wird die nächste Seuche aus Bolivien kommen?

Symptome wie bei Ebola: Wird die nächste Seuche aus Bolivien kommen?
Symptome wie bei Ebola: Wird die nächste Seuche aus Bolivien kommen? Auf dem Bild: Eine Frau hält ein Symbolbild des Coronavirus und einen Lama-Embryo als Opfergabe für die Göttin Pachamama auf einem Mark in La Paz, 1. August 2020.
Die weltweite COVID-19-Pandemie ist noch nicht zu Ende, da warnen Ärzte schon vor einem weiteren tödlichen Erreger. Ein Forscherteam hat neulich festgestellt, dass das im Jahr 2004 in Bolivien entdeckte Chapare-Virus von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

Forscher aus den US-Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC) haben neulich in einer wissenschaftlichen Studie bewiesen, dass das erstmals im Jahr 2004 entdeckte und nach der bolivianischen Provinz Chapare benannte Virus von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Ausbrüche des tödlichen Erregers sind in Zukunft nicht ausgeschlossen. Das Forschungsteam drängt nun auf die Entwicklung von Testverfahren, die das Chapare-Virus schnell nachweisen können.

Ärzte und Angehörige in Schutzkleidung tragen den Körper eines Opfers des Nipah-Virus in Kozhikode, im südindischen Bundesstaat Kerala, Indien, am 24. Mai 2018.

Bislang wusste man von dem Erreger, dass er neben dem Lassa-Virus der Familie der Arenaviridae angehört, sich über Harn oder Exkremente von Nagetieren ausbreitet und bei Menschen ein hämorrhagisches Fieber auslösen kann, dessen Symptome denen des Ebolafiebers ähnlich sind. Dazu gehören Fieber, Bauchschmerzen, Erbrechen, Zahnfleischbluten, Hautausschlag und Augenschmerzen.

Nun untersuchten die Forscher einen kleineren Ausbruch der Krankheit, der sich im Jahr 2019 in Bolivien ereignet hatte. Dabei konnten sie die komplette Infektionskette bis zum Ersterkrankten nachverfolgen. Der Erstpatient war der Studie zufolge ein Reisbauer, der mit infizierten Nagetieren in Kontakt getreten sein dürfte. Der 65-Jährige gab die Krankheit an Mediziner weiter, die ihn behandelten. Ein 25 Jahre alter Arzt erkrankte neun Tage später und infizierte seinerseits einen Gastroenterologen, der bei ihm eine Spiegelung durchführte. Insgesamt gab es fünf Infizierte. Der Bauer, der junge Arzt und der Gastroenterologe starben. Abgesehen vom Indexpatienten hatten alle weiteren Patienten der Studie zufolge mit den Körperflüssigkeiten der anderen Infizierten Kontakt. Im Sperma eines Überlebenden konnten die Forscher die virale RNA noch 168 Tage später nachweisen. Demnach könnte das Virus auch beim Geschlechtsverkehr weitergegeben werden.

Die Asisatische Tigermücke ist inzwischen auch in Deutschland angekommen.

Da es bislang keine spezifische Behandlung gibt und die Erkrankten nur eine Unterstützungstherapie erhalten, weisen die Wissenschaftler auf die Notwendigkeit hin, ein Testverfahren zu entwickeln, um das Chapare-Virus schnell von anderen Krankheiten wie zum Beispiel dem Denguefieber unterscheiden zu können. Die Forscher befürchten in diesem Zusammenhang, dass Ausbrüche des tödlichen Erregers in dem Andenland bereits seit einigen Jahren mit anderen tropischen viralen Krankheiten verwechselt worden und daher unbemerkt geblieben sein könnten. Was eine mögliche Ausbreitung des Chapare-Virus betrifft, so wird es von Zwergreisratten übertragen, die in Bolivien und seinen Nachbarländern heimisch sind. Eine gute Nachricht ist, dass der Erreger wie andere Arenaviren gegen Hitze und Desinfektionsmittel empfindlich ist. Dies macht eine globale Ausbreitung eher unwahrscheinlich.

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