icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Umfrage: Norwegische Lehrer verzichten aus Angst auf Mohammed-Karikaturen im Unterricht

Umfrage: Norwegische Lehrer verzichten aus Angst auf Mohammed-Karikaturen im Unterricht
Umfrage: Norwegische Lehrer verzichten aus Angst auf Mohammed-Karikaturen im Unterricht (Symbolbild)
Lehrer in Norwegen geben zu, dass sie Angst davor haben, ihren Schülern Karikaturen des Propheten Mohammed zu zeigen. Sie machen sich Sorgen über die Konsequenzen. Der Grund ist die religiös bedingte Enthauptung des französischen Lehrers Samuel Paty.

Die Mehrheit der norwegischen Lehrkräfte hat angegeben, dass sie zwar die Meinungsfreiheit schätzen, aber darüber besorgt sind, dass Karikaturen des Propheten Mohammed persönliche Konsequenzen für sie haben könnte. Solche Ergebnisse zeigte eine Umfrage der norwegischen Fachzeitschrift Utdanningsnytt. Der Anlass für die Befragung waren öffentliche Reden einiger Lehrer über ihre Angst. Die Zeitschrift wollte untersuchen, inwiefern diese Gefühle im Staat verbreitet sind. Von den 2.000 Lehrern beantworteten nur 239 die Fragen der Umfrage, die meisten waren Frauen.

Demonstranten am 2. November 2020 vor dem Französischen Institut in Bandung, Indonesien.

Die Befragung ergab, dass 37 Prozent der Probanden weitgehend oder sehr weitgehend der Behauptung "Angst vor den Konsequenzen" zustimmen, wenn sie die Karikaturen in ihrem Klassenzimmer zeigen würden. Auf die Frage, ob sie die Bilder als Unterrichtsmaterial verwenden möchten, sagten über 60 Prozent "nein" und weniger als acht Prozent "ja".

Vier von fünf Befragten erklärten, dass ihr Unterricht gewissermaßen mit der Meinungsfreiheit zu tun hätte. Fast 64 Prozent betonten, solange ein Thema für die Meinungsfreiheit relevant ist, werden sie es unterrichten, unabhängig davon, ob sie das Risiko eingehen, Schüler zu beleidigen. Weniger als acht Prozent gaben an, dass sie der Idee "völlig zustimmen", dass Themen, die einzelne Schüler als anstößig empfinden, vermieden werden sollten.

Jedoch folgt aus der Umfrage, dass Selbstzensur in norwegischen Klassenzimmern keine Seltenheit ist. Über 34 Prozent der Befragten räumten ein, dass sie vermieden hatten, bestimmte Themen ein- oder mehrmals anzusprechen, weil einige Schüler schockiert sein könnten. Religion im Allgemeinen und der Islam im Einzelnen, Sexualität und Selbstmord waren am häufigsten als Themenbereiche genannt, die man lieber umgeht. Ungefähr 13 Prozent gaben an, dass Schüler oder ihre Eltern auf etwas, was sie beim Unterricht über Meinungsfreiheit behauptet hatten, negativ reagiert hätten, während 3,4 Prozent angaben, sogar Drohungen erhalten zu haben.

Die Mohammed-Karikaturen wurden nach dem Mord an dem französischen Lehrer Samuel Paty zu dem wichtigsten Diskussionsthema der nationalen Politik in Frankreich. Präsident Emmanuel Macron erklärte, dass Islamisten dem französischen Volk das Recht verweigern wollen, Karikaturen zu zeigen. Seine Regierung werde dies nicht zulassen. Viele Muslime halten die Karikaturen für blasphemisch. In einigen Ländern brachen sogar anti-französische Proteste aus.

Mehr zum ThemaStreben nach Versöhnung: Le Drian besucht Ägypten im Zuge der Proteste gegen Mohammed-Karikaturen

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen