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NASA-Sonde nimmt Bodenproben vom Asteroiden Bennu

NASA-Sonde nimmt Bodenproben vom Asteroiden Bennu
Künstlerische Darstellung des Raumschiffs OSIRIS-REx im Sinkflug in Richtung des Asteroiden Bennu, um von der Oberfläche des Asteroiden eine Probe zu nehmen.
Die US-Raumfahrtbehörde NASA jubelt: Sonde OSIRIS-REx hat sich bei einem Manöver erfolgreich dem Asteroiden Bennu genähert und eine Probe entnommen. Die erste Bodenprobe eines anderen Asteroiden hatte die japanische Raumsonde Hayabusa im Jahr 2010 zur Erde gebracht.

Bei einem mehrstündigen Manöver hat die Sonde OSIRIS-REx in der Nacht zum Mittwoch als erster Flugkörper aus den USA eine Probe von einem Asteroiden entnommen. Sie soll in rund drei Jahren zur Erde zurückkehren. Dante Lauretta, Chef-Wissenschaftler der Mission, teilte mit:

Der Flugkörper hat all das gemacht, was er machen sollte. Ich kann nicht glauben, dass wir das hinbekommen haben. Das ist historisch, das ist wunderbar.

Ob die entnommene Probe verwertbar ist, wird sich jedoch erst in den kommenden Tagen herausstellen, nachdem OSIRIS-REx weitere Daten zur Erde gesandt hat, meint Lauretta. Die NASA-Wissenschaftler hoffen auf etwa 60 oder sogar bis zu 2.000 Gramm Staub, Geröll und Gestein.

Die Sonde hatte ihre Position in der Umlaufbahn des Asteroiden Bennu vorübergehend verlassen und sich ihm bis auf wenige Meter genähert. Mit einer Art Roboterarm, TAGSAM (Touch-And-Go Sample Acquisition Mechanism) genannt, berührte sie die Oberfläche des Asteroiden etwa fünf Sekunden lang und stieß dabei unter Druck gesetzten Stickstoff aus, um Probenmaterial aufzuwirbeln. Nach dem Aufsaugen der Probe entfernte sich die Sonde wieder von Bennu und machte sich auf den Weg zurück in ihre Umlaufbahn.

Als der erfolgreiche Abschluss des Manövers im NASA-Kontrollzentrum im US-Bundesstaat Maryland bekanntgegeben wurde, brachen die Wissenschaftler, alle mit Schutzmasken und blauen T-Shirts bekleidet, in Jubel aus. Chef-Wissenschaftler Lauretta betont:

Die Emotionen sind riesig. Alle sind sehr stolz.

Auch NASA-Chef Jim Bridenstine gratulierte:

Diese wunderbare Premiere für die NASA zeigt, wie ein unglaubliches Team aus dem ganzen Land zusammengekommen ist und unwahrscheinliche Hürden überwunden hat, um die Grenzen unseres Wissens zu erweitern.

Im September 2016 war OSIRIS-REx vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet worden und erreichte Bennu nach knapp zwei Jahren. Seitdem umkreist die etwa sechs Meter lange und 2.100 Kilogramm schwere Sonde den Asteroiden und untersucht ihn mit wissenschaftlichen Instrumenten sowie Kameras. OSIRIS-REx steht für "Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security – Regolith Explorer".

Der tiefschwarze Bennu, später ebenfalls benannt nach einer antiken ägyptischen Gottheit, hat einen Durchmesser von knapp 500 Metern und könnte der Erde in gut 150 Jahren recht nahe kommen. Auch wenn das Risiko eines Einschlages sehr gering ist, zählt die NASA Bennu zu den gefährlichsten derzeit bekannten Asteroiden, weshalb man ihn genau erforschen will. Zudem erhoffen sich die Wissenschaftler von der rund eine Milliarde Dollar teuren Mission Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren.

Im Jahr 2005 war die japanische Raumsonde Hayabusa auf einem Asteroiden gelandet. Sie brachte im Jahr 2010 die ersten je gesammelten Bodenproben eines derartigen Himmelskörpers zur Erde. Es gab noch weitere Flüge zu Asteroiden, doch keine weitere Sonde hat bislang Material zur Erde zurückgebracht.

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(rt/dpa)

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