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Pandemie-Übungen und Corona: Bestseller-Autor Paul Schreyer über politische Entscheidungsprozesse

Pandemie-Übungen und Corona: Bestseller-Autor Paul Schreyer über politische Entscheidungsprozesse
Der Journalist und Bestseller-Autor Paul Schreyer hat in seinem aktuellen Buch "Chronik einer angekündigten Krise – Wie ein Virus die Welt verändern konnte" eingehend zu Corona recherchiert und Erstaunliches ans Licht gebracht. Ein Gespräch über Pandemie-Übungen, Biosecurity und Propaganda.

Der Journalist und Bestseller-Autor Paul Schreyer, Mitherausgeber des Magazins Multipolar, beschäftigte sich bereits in der Vergangenheit ausführlich mit sehr kontroversen Themen und veröffentlichte mehrere politische Sachbücher. Sein gemeinsam mit dem investigativen Journalisten und Autor Mathias Bröckers verfasstes Buch "Wir sind die Guten" (2014) zum Krieg in der Ukraine erreichte in der Rubrik "Paperback Sachbücher" gar Rang 5 in der Spiegel-Bestsellerliste und wurde vom Politikwissenschaftler Markus Linden als "faktenorientierte Kritik" beurteilt.

Sein 2016 veröffentlichtes Buch "Wer regiert das Geld?", das finanzwirtschaftliche Themen behandelte, wurde vom Sender ORF als "Aufklärungsarbeit" gewürdigt.
In seinem aktuellen Buch "Chronik einer angekündigten Krise – Wie ein Virus die Welt verändern konnte", das unlängst im Westend Verlag erschien, hat Paul Schreyer eingehend zum Thema Corona recherchiert und die Reaktionen auf das Virus laut Verlagswebseite "in einen erhellenden globalen Kontext gestellt". Schreyer selbst zeigt sich überrascht davon, wie intensiv und wie lange schon ein solcher Virusausbruch immer wieder auf höchster Ebene in Szenarien geprobt wurde.

Im Interview mit RT Deutsch stellt er einerseits klar, dass das Trainieren einer Pandemie-Bekämpfung eine sinnvolle und sehr wichtige gesellschaftliche Aufgabe darstellt. Doch zum anderen war Bestandteil solcher international abgehaltener Übungen stets auch der politische Ausnahmezustand, einschließlich öffentlicher Unruhen und der Einschränkung von Bürgerrechten.


Eine solche Übung war "Event 201", die im Herbst 2019 vom Johns Hopkins Center for Health Security mit Unterstützung des Weltwirtschaftsforums und der Bill und Melinda Gates-Stiftung abgehalten wurde. Simuliert wurde dabei eine Pandemie, die durch ein (damals fiktives) Coronavirus ausgelöst wurde. Ein Szenario, das wenige Monate später erstaunlich real wurde und damit zum Teil heftige Diskussionen, aber auch Spekulationen und "Verschwörungstheorien" auslöste.

Das Johns Hopkins Center for Health Security reagierte selbst auf die angestoßene Debatte und schrieb auf seiner Webseite zu Event 201: "Um es klar zu sagen: Das Center for Health Security und seine Partner haben während dieser Planübung keine Vorhersage getroffen". Es sei keine Prognose gewesen, und auch wenn die Übung ein fiktives Coronavirus beinhaltete, so seien die dafür genutzten Modelle nicht vergleichbar mit nCov-2019 [die ursprüngliche offizielle Bezeichnung zum neuartigen Coronavirus, die später von der WHO in SARS-CoV-2 präzisiert wurde und die COVID-19 als schwere Lungenerkrankung auslösen kann].

RT Deutsch traf mit dem Autor Paul Schreyer zusammen, um mit ihm über sein neues Buch und seine Sichtweise zum Thema sowie zu möglichen sozialen Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen zu sprechen.

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