icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Bei Eröffnung von Axel-Springer-Neubau: Lindner entdeckt Nawalny

Bei Eröffnung von Axel-Springer-Neubau: Lindner entdeckt Nawalny
Lindner trifft Nawalny (Instagram)
Der Axel-Springer-Verlag hat ein neues Gebäude eingeweiht. Viele prominente Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. Christian Lindner traf auf Alexei Nawalny und nutzte die Gelegenheit sogleich für einen Instagram-Post.

Bei der Eröffnung des neuen Gebäudes der Axel Springer SE ist Christian Lindner auf den russischen Oppositionellen Alexei Nawalny getroffen. Auf seinem Instagram-Profil beschreibt der FDP-Politiker das Treffen als "zufällig" und zeigte sich "erleichtert, dass er [Nawalny] wohlauf ist".

FDP-Chef Christian Lindner spricht am 19.09.2020 in Berlin auf dem Bundesparteitag: Neben dem 71. Ordentlichen Bundesparteitag hatten sich die Delegierten in einem Berliner Hotel zu einem außerordentlichen Parteitag versammelt, um Wahlen für Führungspositionen in der FDP abzuhalten.

Lindner sprach sich im Zusammenhang mit dem Treffen für "personalisierte" Sanktionen aus: "Verantwortliche für Menschenrechtsverletzungen, Bruch des Völkerrechts und Korruption sollten mit personalisierten Sanktionen belegt werden." Darüber seien sich beide einig. Deshalb habe Lindner auch alle Fraktionen des Bundestages aufgefordert, "die so genannte Magnitzky-Gesetzgebung zu beschließen" [sic].

Der Global Magnitsky Act von 2016 ermächtigt die USA, weltweit gegen "Menschenrechtsverletzer" persönliche Sanktionen zu verhängen, beispielsweise deren Vermögen einzufrieren oder ihnen die Einreise zu verweigern.

Fragwürdig bleibt, was Nawalny überhaupt bei der Axel-Springer-Veranstaltung tat. Der russische Oppositionelle zeigte sich mit dem FDP-Politiker bei augenscheinlich bester Gesundheit und äußerst sportlich (in Jogginghose). Weitere öffentliche Auftritte des mutmaßlich mit dem Gift "Nowitschok" Vergifteten blieben auf der Veranstaltung aus. Auch auf Nawalnys Instagram-Seite findet sich keine Erwähnung Lindners.

Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass Nawalny auf Einladung der Bild dort war. Im Verlag, der ohnehin für seine antirussische Haltung bekannt ist, nimmt diese Zeitung angesichts der Zahl ihrer "Nawalny-Berichte" eine besondere Stellung ein.

Tschetschenischer Republikchef Kadyrow zu Nawalny: Mach mich für die Vergiftung verantwortlich

Lindner stellte bereits 2017 das Pipelineprojekt Nord Stream 2 infrage und geriet in Fragen der Russlandpolitik in der Vergangenheit des Öfteren in Konflikt mit FDP-Vize Wolfgang Kubicki. Das Pipelineprojekt wurde bereits von den Grünen im Kontext der Instrumentalisierung Nawalnys politisiert.

Dass Lindner die Gelegenheit ergriff, sich zwecks politischer PR mit Nawalny ablichten zu lassen, ist Mutmaßungen zufolge nicht von der Hand zu weisen.

Die Tatsache, dass Nawalny trotz Einladung des Axel-Springer-Verlages auf der offiziellen Verlagspräsenz nicht zu finden ist, macht stutzig. Möglicherweise enttarnte Lindner den als geheimen Überraschungsgast eingeplanten Nawalny durch einen voreiligen Instagram-Post frühzeitig.

Das neue Gebäude wurde vier Jahre nach Baubeginn offiziell eröffnet. Es befindet sich gegenüber dem goldenen Verlagshochhaus, das vor 50 Jahren eingeweiht wurde. Zu dem Festakt der Einweihung am Vormittag waren über 70 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur geladen. Unter den Gästen befand sich auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Mehr zum ThemaDer Fall Nawalny und der Nowitschok-Nebel (Teil 3)

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen