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Oxfam: Das reichste Prozent der Menschen verursacht 15 Prozent der CO2-Emissionen

Oxfam: Das reichste Prozent der Menschen verursacht 15 Prozent der CO2-Emissionen
Oxfam: Das reichste Prozent der Menschen verursacht 15 Prozent der CO2-Emissionen.
Kohlendioxidemissionen haben in den vergangenen 25 Jahren deutlich zugenommen. Untersuchungen zeigen, dass sie in diesem Zeitraum um 60 Prozent gestiegen sind. Laut der Organisation Oxfam erzeugt das reichste Prozent der Menschheit 15 Prozent aller CO2-Emissionen.

Untersuchungen der Hilfs- und Entwicklungsorganisationen Oxfam und des Stockholmer Umweltinstituts zeigen, dass die Kohlendioxidemissionen in den Jahren von 1990 bis 2015 um 60 Prozent gestiegen sind. Der Bericht macht das wohlhabendste Prozent der Menschheit für 15 Prozent dieser Emissionen verantwortlich.

Dies ist mehr als doppelt so viel Kohlendioxid wie die ärmere Hälfte der Welt erzeugt. Die Studie zeigt auch, dass die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung, etwa 630 Millionen Menschen, für rund 52 Prozent der globalen Emissionen in diesem Zeitraum verantwortlich waren. Weltweit gesehen verfügt diese Bevölkerungsgruppe über ein Jahreseinkommen von mehr als 35.000 US-Dollar. Das reichste Prozent verzeichnet ein Jahreseinkommen von mehr als 100.000 US-Dollar.

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Der Bericht warnt davor, dass der grassierende Überkonsum und die Abhängigkeit der reichen Länder nach kohlenstoffverbrauchenden Verkehrsmitteln das CO2-Budget der Welt erschöpft. Tim Gore, Leiter der Abteilung für Politik, Interessenvertretung und Forschung bei Oxfam und Autor des Berichts, erklärte:

Der übermäßige Verbrauch der Reichen schürt die Klimakrise, doch es sind arme Gemeinden und junge Menschen, die den Preis dafür zahlen. Diese extreme Ungleichheit beim Kohlenstoffverbrauch ist eine direkte Folge des jahrzehntelangen Strebens unserer Regierungen nach einem sehr ungleichen und kohlenstoffintensiven Wirtschaftswachstum.

In der Studie heißt es, dass die Kohlenstoffemissionen wahrscheinlich rasch wieder ansteigen werden, sobald die Regierungen die Corona bezogenen Sperren lockern. Falls die Emissionen nicht Jahr für Jahr weiter sinken, würden bereits im nächsten Jahrzehnt die Emissionen der reichsten zehn Prozent die Temperaturen wahrscheinlich um 1,5 Grad Celsius ansteigen lassen, selbst wenn die restliche Welt die Emissionen sofort auf null reduzieren würde. Gore hielt fest:

Der bestmögliche, moralisch vertretbare Zweck besteht darin, dass die ganze Menschheit ein anständiges Leben führt. Aber das Emissions-Budget ist von den Reichen bereits aufgebraucht worden, um noch reicher zu werden.

Das Forschungspapier hebt zudem hervor, dass der Verkehr einer der Hauptfaktoren für die Zunahme der Emissionen ist. Menschen in den reichen Ländern würden zunehmend dazu neigen, Autos mit hohem Schadstoffausstoß zu fahren und vermehrt mit dem Flugzeug zu reisen. Gore wörtlich:

Es geht hier nicht um Menschen, die einen Familienurlaub im Jahr machen, sondern um Menschen, die jeden Monat Langstreckenflüge nehmen. Es handelt sich um eine recht kleine Gruppe von Menschen.

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