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Asteroid verfehlt Erde um knapp 3.000 Kilometer – Niemand sah ihn kommen

Asteroid verfehlt Erde um knapp 3.000 Kilometer – Niemand sah ihn kommen
Heute sind Forschern mehr als 20.000 Asteroiden bekannt, die der Erde bedrohlich nahe kommen können (Symbolbild).
Der Asteroid sei aus einer Richtung nahe der Sonne gekommen und war daher nicht zu entdecken. Solche Gesteinsbrocken haben oft immense Schäden auf der Erde angerichtet. Wissenschaftler arbeiten an Strategien sowohl zur Vorhersage als auch zur möglichen Abwehr besonders gefährlicher Objekte.

2.950 Kilometer: In diesem beängstigend geringen Abstand ist am 16. August 2020 der Asteroid 2020 QG von der Größe etwa eines SUV an der Erde vorbeigerauscht. Eine vierstellige Zahl und weniger als ein Hundertstel des Abstands zwischen Mond und Erde – da kann man durchaus auch von einem kosmischen Streifschuss sprechen. Es handelt sich um den knappsten bekannten Vorbeiflug eines Himmelskörpers an der Erde, bestätigte Paul Chodas vom "Zentrum für Studien erdnaher Objekte" am Jet Propulsion Laboratory der NASA auch dem Business Insider. Noch beängstigender als der geringe Abstand zur Erde ist jedoch ein anderer Fakt: "Wir haben den Asteroiden nicht kommen sehen", gibt Chodas zu. Der Asteroid sei aus Richtung der Sonne gekommen und war somit für Teleskope nicht zu sehen.

Dass Asteroiden für die Erde gefährlich werden können, ist längst anerkannt. Die NASA arbeitet seit über 20 Jahren an deren Entdeckung und derzeit an einem Weltraumteleskop, das auch solche Asteroiden und Kometen entdecken soll, die aus Blickrichtung zur Sonne kommen. Wenn die Gelder für eine geplante sogenannte Near-Earth Object Surveillance Mission fließen, könnte solch ein Teleskop bereits 2025 starten. Bis dahin hat die NASA gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) bereits eine andere Mission geplant, bei der es um Asteroiden geht: Die "AIDA"-Mission, bestehend aus den Raumsonden "DART" (NASA, Start 2021) und "HERA" (ESA, Start 2024), soll versuchen, einen Asteroiden aus seiner Umlaufbahn schubsen und anschließend das Ergebnis untersuchen.

Aktuell sind 901 sogenannte "erdnahe Objekte" (NEOs) bekannt, die einen Durchmesser von mindestens einem Kilometer haben. Insgesamt sind derzeit 21.538 erdnahe Objekte aller Größen bekannt (Stand: 2019), darunter der Asteroid "Apophis", für den es kurzzeitig als wahrscheinlich galt, dass er 2029 die Erde treffen könnte.

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Der große Knall von Tscheljabinsk

Gesteinsbrocken aus dem All haben jedoch bereits immense Schäden auf der Erde angerichtet. Bereits vor wenigen Jahren verursachte ein etwas größerer 20-Meter-Brocken 2013 über der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk erhebliche Verwüstungen. Durch den Trümmerregen des bei Erreichen der Erde schätzungsweise über zwölftausend Tonnen schweren Meteoriten wurden damals Hunderte Menschen verletzt, die meisten durch zersplitterndes Fensterglas.

Ab einer Größe von mehr als 500 Metern könnten Asteroiden oder Meteoriten auf der Erde bei Einschlägen überregionale Schäden anrichten. Die meisten Meteoriten sind Bruchstücke von Asteroiden, die bei Kollisionen im All entstanden sind. Um der Gefahr begegnen zu können, arbeiten Wissenschaftler an Strategien, die Einschläge von sehr großen Objekten möglichst abwenden sollen.

Neues Teleskop auf Sizilien

Die ESA will 2022 auf Sizilien ein ganz neues Teleskop aufbauen, das innerhalb von drei bis vier Nächten den Himmel absuchen kann. Damit dies Nacht für Nacht erfolgen kann, würden allerdings noch drei bis vier solcher Teleskope gebraucht. Die Kosten schätzt ESA-Experte Detlef Koschny zwar auf 10 bis 15 Millionen Euro pro Stück – aber das wäre dennoch "deutlich weniger als für eine Raumfahrtmission", so Koschny.

Der nächste große Einschlag auf der Erde wird wahrscheinlich ein kleineres Objekt sein – mit einem Durchmesser von vielleicht 30 oder 50 Metern. Ein Objekt dieser Größenklasse ist 1908 in Sibirien heruntergekommen. Das hat zur Zerstörung von 80 Millionen Bäumen geführt. So etwas über einer Stadt wäre einfach katastrophal!", sagte Alan Harris vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt dem Bayerischen Rundfunk.

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