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Singen gar nicht gefährlicher als Sprechen – Neue Studie zu Corona-Ansteckungsrisiko

Singen gar nicht gefährlicher als Sprechen – Neue Studie zu Corona-Ansteckungsrisiko
Mitglieder des Staats- und Domchores singen am 21. Mai 2020 auf den Stufen vor dem Berliner Dom "Christi Himmelfahrt". (Symbolbild)
Für eine Studie sollten 25 Teilnehmer "Happy Birthday" singen und sprechen. Die Ergebnisse sind anders als lange angenommen: Beim Singen werden nicht mehr Tröpfchen und Aerosole freigesetzt als beim Sprechen. Entscheidend ist ein anderer Faktor.

Gemeinsames Singen gilt in Corona-Zeiten als Risikoverhalten. Bis Ende Juli war daher das Singen in geschlossenen Räumen, beispielsweise in Berlin, verboten. Davon waren etwa Kirchen, Musikgruppen oder Schulchöre betroffen. Jetzt ist das gemeinsame Singen in geschlossenen Räumen unter strenger Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzstandards wieder erlaubt.

Die Annahme, dass Singen eine Übertragung besonders begünstige, wurde bislang kaum wissenschaftlich hinterfragt. Doch eine neue Studie der Universität Bristol brachte nun überraschende Ergebnisse: Demnach macht es keinen großen Unterschied, ob jemand spricht oder singt. Viel entscheidender ist die Lautstärke.

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25 professionelle Sänger

Ein Team von Medizinern und Ingenieuren hatte zusammen mit 25 professionellen Sängern untersucht, wie hoch die Konzentration der Tröpfchen und Aerosole bei verschiedenen Darbietungen ist. Die Sänger kamen aus verschiedenen Musikrichtungen vom Musiktheater über Chöre, Oper bis zu Gospel, Rock, Jazz oder Pop.

Die PERFORM-Studie (ParticulatE Respiratory Matter to InForm Guidance for the Safe Distancing of PerfOrmeRs in a COVID-19 PandeMic) wurde in einem Operationssaal durchgeführt, in dem normalerweise streng aseptische orthopädische Eingriffe stattfinden.

Der Saal verfügte über eine sogenannte "laminar flow"-Belüftung, die die Luft frei von Keimen und anderen Partikeln hält. Die Künstler wurden gebeten, Töne und Melodien in einen Trichter zu singen. Dabei sollten sie die Lautstärke zwischen 50 und 100 Dezibel variieren. Die aufgefangene Atemluft wurde dann nach Anzahl und Größe von Tröpfchen und Aerosolen untersucht.

Je lauter, desto nasser

Wie das Team um Jonathan Reid von der Universität Bristol berichtet, stieg die Zahl der Partikel mit der Lautstärke an. Dabei spielte es keine Rolle, aus welchem Fach die Sänger waren. Opernsänger produzierten nicht mehr Tröpfchen und Aerosole als Popmusiker, sofern sie in der gleichen Lautstärke sangen. Auch das Geschlecht und der Body-Mass-Index oder die Lungenfunktion der Sänger beeinflussten die Messergebnisse nicht. Interessanterweise war der Partikelausstoß jedoch nicht niedriger, wenn der Satz "Happy Birthday to you" gesprochen statt gesungen wurde. 

Allerdings produzierten einige Teilnehmer mehr Aerosole als andere. Sie könnten also, wenn sie mit dem Coronavirus infiziert wären, ansteckender sein als andere. Die Ursachen dafür müssen weitere Studien untersuchen.

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