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Alles Goya, oder was? Trump macht aus Trotz Werbung für hispanoamerikanische Lebensmittelmarke

Alles Goya, oder was? Trump macht aus Trotz Werbung für hispanoamerikanische Lebensmittelmarke
Kostenlose Werbung aus dem Hause Trump.
Erst lobt der Chef eines hispanoamerikanischen Lebensmittelkonzerns Donald Trump, dann rufen Trump-Gegner deswegen zum Boykott der Marke auf – und nun wirbt der US-Präsident höchstpersönlich auf Twitter für die Marke. Willkommen in den USA unter Trump.

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Das in Deutschland bei dubiosen Vorgängen gern verwendete "Geschmäckle" lässt sich nur schwer ins Englische übersetzen. Dabei wäre es gerade bei der letzten Aktion des US-Präsidenten Donald Trump angebracht – schließlich geht es um Lebensmittel.

Erst postete Trump auf Instagram "Goyafoods is doing GREAT", also sinngemäß: "Bei Goyafoods läuft es großartig."

Dann legte Tochter Ivanka nach und postete ihrerseits: "If it's Goya, it has to be good", zu Deutsch: "Wenn es Goya ist, muss es gut sein."

Nicht wenige durften sich die Augen gerieben haben, auch wenn man vom US-Präsidenten, was Twitter-Posts betrifft, mittlerweile so einiges gewohnt ist.

Der Hintergrund der Geschichte ist schnell erzählt: Im Juli dieses Jahres, bei einem Rundtischgespräch mit Präsident Trump im Weißen Haus, lobte der Miteigentümer und CEO von Goya Foods, Robert Unanue, Trump überschwänglich. Die USA seien "wirklich gesegnet, einen Führer wie Trump zu haben". Denn dieser sei ein "Erbauer".

Erst einmal in Fahrt, legte Unanue nach und verglich Trump mit seinem in die USA eingewanderten Großvater, dem Gründer des Unternehmens Goya:

Das ist es, was mein Großvater getan hat. Er kam in dieses Land, um aufzubauen, zu wachsen und zu gedeihen. Und wir haben einen unglaublichen Erbauer, und wir beten, wir beten für unsere Führung, unseren Präsidenten und für unser Land, dass wir weiterhin gedeihen und wachsen werden.

Das kam erwartungsgemäß nicht bei allen so gut an. In den sozialen Medien riefen einige gar zu einem Boykott der Marke auf. Unanue zeigte sich von der Kritik ungerührt und sprach von "Unterdrückung der Meinungsfreiheit". Schließlich sei Trump dafür bekannt, einen einwanderungsfeindlichen Kurs zu fahren, und er habe in der Vergangenheit immer wieder Stimmung gegen Einwanderer aus lateinamerikanischen Ländern geschürt, so der Tenor.

Nun sprang Trump dem Unternehmer mit seiner Twitter-Aktion also zur Seite. Vermutlich gut gemeint, doch der US-Präsident könnte mit seinem Tweet eventuell gegen die Ethikrichtlinien der US-Regierung verstoßen haben. Walter Shaub, der ehemalige Leiter des Büros für ethische Fragen in der Regierung, kritisierte die Aktion auf Twitter, die Tweets und Bilder stellten "eine offizielle Kampagne der Trump-Administration zur Unterstützung von Goya" dar. Auch der Tweet von Ivanka Trump käme einem Missbrauch ihrer Position gleich, so Shaub.

Im Internet sorgt Trumps Werbeaktion derweil eher für Amüsement. So kursieren bereits unzählige Memes zu dem Thema. Eines verglich den US-Präsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel:

Alles Goya, oder was? Trump macht aus Trotz Werbung für hispanoamerikanische Lebensmittelmarke

Wobei vielleicht angemerkt werden sollte, dass es sich bei Maggi um ein Schweizer und nicht um ein deutsches Unternehmen handelt und bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Lobeshymnen des Maggi-CEOs auf Angela Merkel überliefert sind.

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