icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

IOC-Präsident Thomas Bach: Olympia-Boykott 1980 in Moskau war ein Fehler

IOC-Präsident Thomas Bach: Olympia-Boykott 1980 in Moskau war ein Fehler
Archivbild vom 19.07.1980: Mischa, das Maskottchen der Olympischen Spiele 1980 in Moskau, auf der Tribüne
Der Olympia-Boykott der Sommerspiele 1980 in Moskau ist für Thomas Bach ein Fehler gewesen. Die Entscheidung habe nichts gebracht, was auch alle Beteiligten, zumindest in Deutschland, zugaben, sagte der IOC-Präsident anlässlich des 40. Jahrestages des Boykotts.

Die Entscheidung, die Olympischen Spiele in Moskau zu boykottieren, habe "überhaupt nichts gebracht", sagte IOC-Präsident Thomas Bach in einem Interview. Der Sport sei damals "zum bloßen Spielball der Politik" geworden. Bereits einige Monate später hätten deutsche Funktionäre zu ihm gesagt, man habe einen Fehler begangen:

Selbst der damalige Kanzler, der uns auf den Boykott gedrängt hatte, brauchte bis 2008 Zeit, bis auch er schließlich einräumte, dass dies ein Fehler war.

Ein Boykott bestrafe lediglich die Athleten der boykottierenden Nation, versicherte der IOC-Präsident. Man habe zwei Generationen von Athleten verloren, die sich jahrelang umsonst vorbereitet hatten. Bei vielen von ihnen sei der Olympia-Traum geplatzt, da sie nicht nur im Jahr 1980, sondern auch vier Jahre später bei den Spielen in Los Angeles nicht teilnehmen durften. Bach sagte:

Ein Sportboykott bringt nichts. Es tut nur den Athleten und der Bevölkerung des Landes weh, weil sie die Freude am Teilen, den Stolz und den Erfolg mit ihrer Olympiamannschaft verlieren.

Die Olympischen Spiele seien "heute das einzige Event, das die ganze Welt in Frieden, Solidarität und ohne Diskriminierung zusammenbringt", so Bach.

Auch der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes Alfons Hörmann mahnte anlässlich des 40. Jahrestages, Lehren aus dem Boykott zu ziehen. Er sagte:

Im Rückblick auf den damaligen Boykott bleiben interessante Erkenntnisse: Der Sport eignet sich nicht als Problemlöser für Themen, die politisch nicht zu regeln sind.

Wegen des Einmarsches der Sowjetunion in Afghanistan forderte der damalige US-Präsident Jimmy Carter, dem als Drohmittel gegen den russischen Staatschef Leonid Breschnew nur der Sport einfiel, die Absage der Moskauer Spiele. Im April 1980 beschloss das Nationale Olympische Komitee der USA auf immensen Druck aus dem Weißen Haus den Olympia-Boykott. Kurze Zeit später zog das deutsche NOK in Düsseldorf nach. Über 60 Nationen kamen damals nicht nach Russland. Mehrere Athleten traten unter der olympischen Flagge auf. Die Spiele hatten die geringste Teilnehmerzahl seit den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne.

Mehr zum ThemaNicht dabei sein ist alles: Olympische Spiele in Tokio werden auf 2021 verschoben

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen