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Corona-Krise: Millionäre wollen von ihren Regierungen höher besteuert werden

Corona-Krise: Millionäre wollen von ihren Regierungen höher besteuert werden
Disney-Erbin Abigail Disney fordert – zusammen mit anderen Millionären weltweit – dauerhaft höhere Besteuerungen für ihresgleichen zur Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Maßnahmen (Archivbild)
Wegen der gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise fordern Millionäre aus aller Welt in einem offenen Brief, dass ihre Regierungen Reiche wie sie "dauerhaft" stärker besteuern. Zu den Unterzeichnern zählen die Disney-Erbin Abigail Disney und der Regisseur Richard Curtis.

Eine Gruppe von Millionären aus verschiedenen Ländern, die unter dem Namen "Millionäre für Menschlichkeit" (Millionaires For Humanity) auftreten, forderte am Montag ihre Regierungen auf, die Steuern für die reichsten Menschen zu erhöhen, um staatliche Programme infolge der Maßnahmen gegen die Corona-Krise mitzufinanzieren.

Heute fordern wir, die unterzeichnenden Millionäre, unsere Regierungen auf, die Steuern für Menschen wie uns zu erhöhen. Und zwar sofort. Und zwar substanziell. Und zwar dauerhaft.

Zu den rund 80 Unterzeichnern gehören auch die Disney-Erbin Abigail Disney, der britische Drehbuchautor Richard Curtis und der dänische Unternehmer Djaffar Shalchi.

Die Probleme, die durch COVID-19 verursacht und sichtbar werden, können nicht mit Wohltätigkeit gelöst werden, egal wie großzügig sie auch sein mag. Die Regierungschefs müssen die Verantwortung dafür übernehmen, die erforderlichen Mittel aufzubringen und sie gerecht auszugeben. Wir können sicherstellen, dass wir unsere Gesundheitssysteme, unsere Schulen und unsere Sicherheit durch eine dauerhafte Steuererhöhung für die reichsten Menschen auf diesem Planeten, für Menschen wie uns, angemessen finanzieren.

In dem offenen Brief, der jetzt unmittelbar vor dem nächsten G20-Treffen auf Arbeitsebene am kommenden Wochenende veröffentlicht wurde, warnen "Millionäre für Menschlichkeit" davor, dass die bisherigen Maßnahmen infolge der Corona-Krise Millionen weiterer Menschen in die Armut treiben und das Funktionieren der öffentlichen Gesundheitssysteme gefährden könnten, so dass "die Staats- und Regierungschefs die Verantwortung für die Beschaffung der Mittel übernehmen" und "sie fair ausgeben" müssen.

Angesichts der schwerwiegenden gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Maßnahmen für die große Mehrheit der Bevölkerung weltweit und ihrer eigenen, vergleichsweise privilegierten Situation schreiben die Unterzeichner weiter:

Im Gegensatz zu Dutzenden Millionen von Menschen auf der ganzen Welt müssen wir uns keine Sorgen machen, dass wir unseren Arbeitsplatz, unser Zuhause oder unsere Fähigkeit verlieren, unsere Familien zu unterstützen. Wir kämpfen nicht an vorderster Front in dieser Notsituation, und es ist viel weniger wahrscheinlich, dass wir ihre Opfer werden.

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