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Brotbacken à la française: Ökofeministin setzt auf Düngen von Weizen mit weiblichem Urin

Brotbacken à la française: Ökofeministin setzt auf Düngen von Weizen mit weiblichem Urin
Brotbacken à la française: Ökofeministin setzt auf Düngen von Weizen mit weiblichem Urin
Im Bestreben, die Landwirtschaftskosten bei der Brotherstellung zu senken und gleichwohl der Umwelt einen Gefallen zu tun, will eine Ökoaktivistin aus Frankreich Urin von Frauen als Weizendünger verwenden. Als Quelle sollen öffentliche Frauentoiletten dienen.

Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Frankreich mit der Ingenieurin und selbsternannten Ökofeministin Louise Raguet an der Spitze hat eine umfassende Forschung veranstaltet mit dem Ziel, die Verwendung von menschlichem Urin zur Düngung von Nutzpflanzen zu rechtfertigen. Das Konzept des sogenannten "Boucle d'Or"-Brotes (zu Deutsch – "Goldlöckchen") setzt auf die Verwertung menschlicher Abfälle anstatt chemischer Düngemittel, wovon sowohl die Landwirtschaft als auch die Natur profitieren sollen. 

Nach den Ergebnissen der Forschung könnten dabei täglich etwa 29 Millionen Baguettes aus Weizen, der mit menschlichem Urin gedüngt wird, hergestellt werden. Dies entspricht ungefähr dem Zehnfachen des derzeitigen täglichen Brotkonsums. Durch die Umstellung auf uringedüngten Weizen könnten Landwirte außerdem täglich 703 Tonnen Stickstoff im Kunstdünger einsparen.

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Das Projekt soll helfen, ein nachhaltigeres Nahrungsmittel- und Landwirtschaftssystem zu schaffen, wobei gleichzeitig die Landwirtschaftskosten gesenkt und die Ernteerträge gesteigert werden können, so Raguet. Sie argumentierte:

Urin ist ein großartiges Düngemittel. Es ist eine vernachlässigte Flüssigkeit, die gewöhnlich als Abfallprodukt entsorgt wird.

Wegen seines hohen Nährstoffgehaltes etwa an Stickstoff, Phosphor und Kalium soll es wie eine wahre Goldmine behandelt werden, erklärte die Forscherin ferner. Durch die Verwendung von Urin kann außerdem der Einsatz chemischer Düngemittel vermieden und die von ihnen verursachte Umweltverschmutzung reduziert werden, sagte Raguet.

Als Befürworterin des Ökofeminismus setzt sich Raguet für den Einsatz umweltfreundlicher Produkte zur Stärkung der Rolle der Frauen in der Gesellschaft ein. Mit diesem Ansatz hatte sie zuvor ihre Initiative der weiblichen Pissoirs mit dem Spitznamen "Marcelle" in Frankreich durchgesetzt. Die öffentlichen Frauenurinale sollten unter anderem dazu beitragen, die Warteschlangen vor den Frauentoiletten bei öffentlichen Veranstaltungen zu verringern. Ein Zusatznutzen ergibt sich, indem das Urin aus den "Marcelle"-Toiletten nicht in die Wasserleitung und später in die Kläranlagen gelangt. Dadurch wird ein Kreislauf gebildet, bei dem alle Nährstoffe am Ende wieder unversehrt in den Boden zurückkehren.

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