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Italienischer Komponist Ennio Morricone gestorben

Italienischer Komponist Ennio Morricone gestorben
Komponist Ennio Morricone
Der für seine Filmmusiken berühmte italienische Komponist Ennio Morricone ist tot. Der mehrfache Oscar-Preisträger verstarb im Alter von 91 Jahren in einer Klinik in Rom an den Folgen eines Sturzes. Im Laufe seiner Karriere komponierte er mehr als 500 Filmmusiken.

Der im Jahr 1928 in Trastevere, einem Stadtteil von Rom, geborene Morricone, der auch gerne als Dirigent auf Tournee ging, gelangte in den 1960er-Jahren zu Weltruhm, als er seine Zusammenarbeit mit Sergio Leone begann. Auch für Klassiker wie "The Mission" und "Es war einmal in Amerika" ersann der Mann mit der markanten Brille bewegende Melodien. Die zarten Oboen-Klänge, mit denen Jeremy Irons alias Pater Gabriel in "The Mission" Kontakt zu dem Volk der Guaraní aufnimmt, brachten dem vielfach ausgezeichneten Morricone eine seiner mehrfachen Oscar-Nominierungen und einen Golden Globe ein.

Trotz mehrerer Nominierungen erhielt der Komponist erst im Alter von 87 Jahren den begehrten Oscar für seine Filmmusik zu Quentin Tarantinos Western "The Hateful 8". Im Jahr 2007 hielt er den Oscar bereits einmal in Händen, allerdings nicht für eine Filmmusik, sondern für sein Lebenswerk.

Beide Oscar-Preise widmete er seiner Frau Maria Travia, mit der er seit dem Jahr 1956 verheiratet war und mit der er vier Kinder hatte. Er erklärte:

Das ist ein Akt der Gerechtigkeit. Während ich komponierte, hat sie sich für die Familie und für unsere Kinder aufgeopfert. Fünfzig Jahre lang haben wir uns nur wenig gesehen: Entweder war ich bei meinem Orchester oder in meinem Studio, um zu komponieren.

Gleichzeitig war Travia auch seine wichtigste Kritikerin. Oft durfte sie sich seine Filmmusiken anhören, noch bevor er sie den Regisseuren vorstellte. 

"Ich arbeite nur mit Regisseuren zusammen, für die ich Freundschaft und Achtung empfinde", sagte Morricone einmal. Dazu gehörten auch Bernardo Bertolucci, Brian De Palma und Roman Polanski. Wichtig sei aber letztlich nur eins, meinte der Maestro: "Dass der Komponist sich immer selbst treu bleibt."

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