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Im Zeichen der Transparenz: Facebook kennzeichnet ab sofort staatlich kontrollierte Medien

Im Zeichen der Transparenz: Facebook kennzeichnet ab sofort staatlich kontrollierte Medien
Symbolbild
Facebook kennzeichnet jetzt Medien, die teilweise oder vollständig vom Staat kontrolliert werden. Die Unternehmensvertreter kündigten dies in einem Blogbeitrag an. Man wolle den "Menschen helfen, besser zu verstehen, wer hinter den Nachrichten steht, die sie sehen".

Facebook-Seiten von staatlich kontrollierten Medien werden ab sofort als solche erkennbar sein und entsprechend markiert, kündigte das US-Unternehmen in einem Blogbeitrag am Donnerstag an. Nutzer sollen so besser verstehen, wenn Nachrichten und Inhalte von Medien stammen, die unter staatlicher Kontrolle sind.

Facebook entscheidet, ob ein Medium entsprechend gekennzeichnet wird, basierend auf Informationen über den Eigentümer, die Finanzierungsquellen, die Eigentumsverhältnisse und die redaktionellen Richtlinien konkreter Medien. Die entsprechende Markierung wird im Bereich Seitentransparenz angezeigt. "Facebook betrachtet auch länderspezifische Faktoren wie die Pressefreiheit", heißt es in dem Blogbeitrag. Das Unternehmen soll dabei von über 60 Experten aus den Bereichen Medien, Rechte und Politik beraten werden.

Mark Zuckerberg auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2020.

Wie Nathaniel Gleicher, Leiter der Abteilung für Cybersicherheit, schreibt, war die Regelung bereits vor einigen Monaten beschlossen worden. Der Schritt sei nötig, "um die Transparenz auf der Plattform zu erhöhen", insbesondere im Kontext der diesjährigen US-Wahlen. Außerdem plane der Konzern, solchen Medien den Werbeauftritt in den USA zu verbieten. Dabei gab Gleicher zu, dass staatlich kontrollierte Medien nur selten in den USA Werbung machten:

Staatlich kontrollierte Medien werben in den USA selten. Dennoch werden wir später im Sommer in den USA als  Vorsichtsmaßnahme mit der Blockierung von Anzeigen dieser Kanäle beginnen, um in der öffentlichen Debatte vor den US-Wahlen im November 2020 einen zusätzlichen Schutz gegen verschiedene Arten von ausländischem Einfluss zu bieten.

Entsprechend markiert sind bereits die englischsprachige RT-Seite (nicht aber RT Deutsch), die Seite des russischen Senders Sputnik, die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, die Nachrichtenagentur Philippine News Agency und das iranische Press TV. Bei der britischen BBC und der Deutschen Welle gibt es hingegen bislang keine entsprechenden Hinweise auf eine staatliche Finanzierung.

Im Hilfebereich erklärt Facebook, wann Medien als staatlich kontrolliert gekennzeichnet werden. Redaktionen, die nach eigenem Ermessen zu Unrecht markiert wurden, können Einspruch einlegen.

Facebook ist nicht das erste globale Unternehmen, das solche Regelungen einführt. Auch die Video-Plattform YouTube kennzeichnet inzwischen Videos und Kanäle, die von Regierungen mitfinanziert werden.

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