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Legendärer Magier Roy Horn an den Folgen von COVID-19 gestorben

Legendärer Magier Roy Horn an den Folgen von COVID-19 gestorben
Für den verstorbenen Magier Roy Horn wurden auf dessen Stern beim Las Vegas Walk of Stars Kerzen angezündet (Bild vom 8. Mai).
Lange galten die deutschen Magier "Siegfried und Roy" als absolute Topstars. Ihre Shows mit Löwen und Tigern machten sie weltberühmt, bis Horn 2003 lebensgefährlich verletzt wurde. Am Freitag verstarb er in Las Vegas im Alter von 75 Jahren an den Folgen von COVID-19.

Ihre Auftritte dominierten für viele Jahre das Showgeschäft der Glitzermetropole Las Vegas in den USA. Wer die deutschen Magier und ihre Löwen sehen wollte, musste tief in die Tasche greifen und weit im Voraus Karten kaufen, um einen der begehrten Plätze für "Siegfried und Roy" zu erhalten. Doch nach einem Angriff eines Tigers im Oktober 2003 auf Uwe "Roy" Horn während eines Auftritts endete die Karriere der beiden Deutschen. Von dem schweren Blutverlust, Schlaganfällen und einer Gehirnoperation nach dem Unfall konnte sich Horn nie mehr vollständig erholen.

Nun verstarb er am Freitag in einem Krankenhaus in Las Vegas an den Folgen der Lungenkrankheit COVID-19, die durch das Coronavirus ausgelöst werden kann, wie sein Sprecher Dave Kirvin der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. 

"Heute hat die Welt einen der Großen der Magie verloren, aber ich habe meinen besten Freund verloren", sagte sein Freund und Partner Siegfried Fischbacher (80) in einer Mitteilung.

Schon bei unser ersten Begegnung wusste ich, dass Roy und ich zusammen die Welt verändern würden. Es hätte keinen Siegfried ohne Roy und keinen Roy ohne Siegfried gegeben.

"Roy war sein ganzes Leben lang ein Kämpfer, auch in diesen letzten Tagen", erklärte Fischbacher. Er dankte den Ärzten und Krankenschwestern im Mountain View Hospital. Sie hätten "heldenhaft gegen das heimtückische Virus" gekämpft, "das am Ende Roy das Leben nahm".

Schon als Kind im Nachkriegsdeutschland hatte Horn seine Liebe zu exotischen Tiere entdeckt, etwa zu einem Gepard namens "Chico" im Bremer Zoo. Er heuerte als Steward auf einem Kreuzfahrtschiff an, wo er Fischbacher traf. Mit Zauber- und Tiertricks arbeitete sich das Duo nach oben. 1967 kamen die beiden nach Las Vegas, gut zwei Jahrzehnte später handelten die "Meister der Illusion" mit dem "Mirage"-Hotel in der Casinostadt einen Millionendeal aus. Mit spektakulären Illusionen und exotischen Tieren, darunter die seltenen weißen Tiger, begeisterten die deutschen Entertainer Fans aus aller Welt.

(rt/dpa)

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