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Island: Forstdienst empfiehlt, Bäume zu umarmen, da man in Corona-Zeiten keine Menschen umarmen kann

Island: Forstdienst empfiehlt, Bäume zu umarmen, da man in Corona-Zeiten keine Menschen umarmen kann
In Island ermutigen die Förster eines Nationalwaldes Menschen dazu, ihren Wald zu besuchen und Bäume zu umarmen. Die Handlung bringe ein wunderbares Gefühl der Entspannung und Energie mit sich, um neuen Herausforderungen zu begegnen, hießt es.

Der isländische Forstdienst hat Menschen dazu ermutigt, Bäume zu umarmen, während soziale Abgrenzungsmaßnahmen sie daran hindern, andere Menschen zu umarmen. Dies berichtet die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Islands RÚV.

Die Förster im Hallormsstaður-Nationalwald in Ostisland haben fleißig schneebedeckte Wege geräumt, um sicherzustellen, dass die Besucher die freie Natur genießen können, ohne zu engen Kontakt mit anderen Gästen zu haben. Dadurch soll auch der persönliche Kontakt mit einigen Bewohnern des Waldes ermöglicht werden:

Wegen warmer Winter: Zecken in den USA saugen Elche zu Tode. Bis zu 90.000 Zecken saugen sich an einem befallenen Tier fest. (Screenshot der Meldung der Umweltschutzbehörde Fish & Wildlife des US-Bundesstaates Vermont auf Facebook, Februar 2020)

Wenn man einen Baum umarmt, spürt man ihn zuerst in den Zehen, dann in den Beinen, dann in der Brust und schließlich im Kopf",

schwärmt Förster Þór Þorfinnsson und fügt hinzu:

Es ist so ein wunderbares Gefühl der Entspannung, und dann ist man bereit für einen neuen Tag und neue Herausforderungen.

In einer Zeit, in der wegen des Risikos einer COVID-19-Infektion von engen Kontakten und Umarmungen mit Menschen abgeraten wird, können Bäume ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln, sagt Þorfinnsson. Der Förster fordert die Besucher des Nationalwaldes dennoch dazu auf, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, damit nicht alle denselben Baum umarmen. Er empfiehlt den Menschen, tiefer in den Wald zu gehen, anstatt beim ersten Baum, dem sie begegnen, anzuhalten. Er betont:

Es gibt viele Bäume... er muss nicht groß und dick sein, er kann jede Größe haben.

Die Menschen sollten sich Zeit nehmen, sagt Þór, um den vollen Nutzen aus ihrer Baum-Umarmung zu ziehen. Der Förster erklärt:

Fünf Minuten sind wirklich gut, wenn man sich selbst fünf Minuten des Tages geben kann, um einen Baum zu umarmen, ist das definitiv genug.

Man kann es auch mehrmals am Tag tun – das würde nicht schaden. Aber einmal am Tag reicht auf jeden Fall, auch nur für ein paar Tage.

Die Förster des Nationalwaldes markierten Abstände von zwei Metern innerhalb des Waldes, damit die Besucher die Natur genießen können, ohne Angst haben zu müssen, einander zu nahe zu kommen. Bergrún Anna Þórsteinsdóttir, Förster-Assistentin in Hallormsstaður, meint:

Es wird empfohlen, dass die Menschen in dieser schrecklichen Zeit nach draußen gehen.

Warum genießt man dann nicht den Wald, umarmt einen Baum und holt sich etwas Energie von diesem Ort?

Wenn Sie den richtigen Baum gefunden haben, hat Þór weitere Empfehlungen, um das Beste aus Ihrer Umarmung herauszuholen:

Es ist auch wirklich schön, die Augen zu schließen, während man einen Baum umarmt.

Ich lehne meine Wange an den Stamm und spüre die Wärme und die Strömungen, die vom Baum in mich hinein fließen. Man kann sie wirklich spüren.

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