Veralterung der japanischen Gesellschaft hinter Gittern

Im japanischen Tokushima wurde eine Etage eigens für gealterte Gefangene eingerichtet, die nicht mehr in der Gefängnisfabrik schuften können. Die meisten Gefängnisse sind noch nicht auf die Senioren eingestellt, aber diese Gruppe macht bereits 19 Prozent der Gefangenen aus - Tendenz steigend. Viele sind Wiederholungstäter und verleben ihre letzten Tage hinter Gittern.
Ein 92 Jahre alter Häftling erhält Hilfe. Yasuyuki Deguchi, Professor der Tokio Future University: "Wenn man jung ist, kann man einen Job finden und hat die Chance auf ein normales Leben. Das Fehlen von Arbeitsmöglichkeiten kombiniert mit der Tatsache ein ehemaliger Straffälliger zu sein, macht die Reintegration für Ältere sehr schwer. Speiseraum. Der Weg zurück in die Gesellschaft schein für alte Häftlinge schwer.  Ungefähr ein Viertel der Insassen, die 65 und alter sind, gelangen spätestens nach zwei Jahren wieder in Haft. Körperliche ÜbungenAußenansicht des Tokushima Gefängnisses Ein Gefangener bei der ArbeitEin Angestellter hilft dem alten Mann während einer ärztlichen Untersuchung zur Mobilität. Ungefähr zwei Dutzend Gefangene in fortgeschrittenem Alter leben in dem Gefängnis. Der 81 Jahre alte Insasse, der wegen Tötung eines Taxifahrers und Verletzung einer anderen Person zu lebenslanger Haft verurteilt wurde: "Ich hatte einen Herzfehler und kollabierte oft in der (Gefängnis-)Fabrik". 
Ein Gefängniswärter sieht nach dem Rechten. Ein Waschraum des Gefängnisses. Die meisten Insassen teilen sich mit drei bis vier anderen Gefangenen eine Zelle. Eine Zeitung ragt aus einer Zelle der Krankenabteilung von Tokushima. Viele der Insassen sind Wiederholungstäter. Rückkehr in die Zellen nach der Gymnastik. Von denjenigen, die 2016 in Haft genommen wurden, waren 36 Prozent älter als 60 und mindestens zum 6. Mal im Gefängnis.