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Corona-Krise: Streit um Atemschutzmasken zwischen Berlin und Bern – Deutschland hat Priorität

Corona-Krise: Streit um Atemschutzmasken zwischen Berlin und Bern – Deutschland hat Priorität
Das Coronavirus breitet sich auch in der Schweiz aus – und die Vorräte an Schutzbekleidung reichen offensichtlich nicht aus, um eine adäquate medizinische Versorgung sicherzustellen. Über deutsche Firmen wurden Hunderttausende Atemschutzmasken bestellt, die jetzt nicht mehr ausgeliefert werden.

Ärzte in der Schweiz sollen chirurgische Schutzmasken nicht wie bisher zwei, sondern acht Stunden tragen. Das gab das Nationale Zentrum für Infektionsprävention in einer Empfehlung an die Krankenhäuser heraus, nachdem der Bestand an Atemschutzmasken offensichtlich rapide abnimmt. Für die Schweiz wird es ebenfalls immer schwieriger, sich auf dem Markt mit den dringend benötigten Masken einzudecken, nachdem die großen Nachbarn wie Deutschland und Frankreich staatlich eingegriffen haben, um den eigenen Bedarf sicherzustellen.

Ende vergangener Woche sorgte ein Zwischenfall für diplomatische Spannungen zwischen Bern und Berlin, als ein LKW mit 240.000 Atemschutzmasken an der deutsch-schweizerischen Grenze blockiert wurde. Der deutsche Botschafter in Bern, Dr. Norbert Riedel, wurde deswegen am Freitag in das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) vorgeladen, um eine Protestnote überreicht zu bekommen. Gegenüber RT bestätigte Rainer Breul, Sprecher des Auswärtigen Amtes, die Vorladung des Botschafters. Zwar wolle man "hier in Europa solidarisch sein", aber in erster Linie geht es darum, dass der Bedarf in Deutschland gedeckt wird. Das sei für die Bundesregierung "Priorität", sagte Breul.

Mehr zum Thema - Ausfuhrverbot für Schutzmasken sorgt für diplomatische Spannungen zwischen Bern und Berlin     

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