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Österreich: Innenministerium ehrt berittene Polizei, die nie im Einsatz war

Österreich: Innenministerium ehrt berittene Polizei, die nie im Einsatz war
Der österreichische Ex-Innenminister Herbert Kickl am 15. Februar 2018
Der österreichische Ex-Innenminister Herbert Kickl gab für seine Reiterstaffel Unmengen an Geld aus. Am Freitag wurden die Polizisten in Wien geehrt. Das Kuriose dabei: Die Pferde sowie die Reiter waren nie im Einsatz, das Projekt wurde letztes Jahr gestoppt.

Die Mitglieder der berittenen Polizei – einer Einheit, die nicht mehr existiert und nie im Einsatz war – wurden diesen Freitag im österreichischen Innenministerium geehrt. Laut Ministerium haben sich "die Bediensteten im Rahmen ihrer Aufgaben über das normale Maß hinaus engagiert und eingesetzt". Der Einsatz sei anzuerkennen und zu honorieren. Mehrere Polizeivertreter boykottierten die Zeremonie. Sie beschwerten sich, dass Tausende Polizisten täglich ihr Bestes geben, während andere, nicht im Einsatz stehende Einheiten geehrt werden. Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Reinhard Zimmermann, kritisierte das Vorgehen: 

Wir haben 32.700 Kollegen, die während der gleichen Zeit tadellose Arbeit geleistet haben – und kein Dekret bekommen.

Die Polizeipferde-Einheit war ein Herzensprojekt des ehemaligen österreichischen Innenministers Herbert Kickl. Letztes Jahr wurde beschlossen, das Projekt einzustellen. Eine Kommission aus Experten war zu dem Schluss gekommen, dass die sachlichen Argumente gegen eine Fortführung des Projektes bei Weitem überwiegen. Wie eine parlamentarische Anfrage ergab, hatte der gescheiterte Plan etwa 2,3 Millionen Euro gekostet. 

Nachdem die Frage aufgekommen war, was mit den Pferden nun passieren soll, haben mehrere Organisationen angeboten, diese aufzunehmen. Nach langem Hin und Her sind die Pferde Anfang des Jahres in eine Trainingsstätte der Spanischen Hofreitschule übersiedelt. Anschließend sollen sie verkauft werden. Zwei aus Ungarn stammende Tiere – ein Geschenk von Ungarns Premierminister Viktor Orbán – wurden zurückgegeben. Von den 22 Beamten, die ihre Ausbildung für das Pilotprojekt begannen, schlossen letztendlich nur zehn die kommissionelle Prüfung positiv ab. Nach dem Projekt-Aus kehrten sie wieder in den normalen Exekutivdienst zurück.

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