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Türkische Sputnik-Journalisten wieder auf freiem Fuß – Ermittler finden keinen Straftatbestand

Türkische Sputnik-Journalisten wieder auf freiem Fuß – Ermittler finden keinen Straftatbestand
Türkische Sputnik-Journalisten wieder auf freiem Fuß – Ermittler finden keinen Straftatbestand (Symbolbild)
Die türkische Staatsanwaltschaft hat vier Mitarbeiter der russischen Nachrichtenagentur "Sputnik" wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittler fanden keinen Straftatbestand in der Tätigkeit der Journalisten. Sie wurden vor dem Justizpalast in Ankara mit Applaus begrüßt.

Nach einem Verhör durch die türkische Staatsanwaltschaft wurden drei in der Nacht zum Sonntag festgenommene Mitarbeiter des Sputnik-Büros in Ankara wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittler fanden nach eigenen Angaben keinen Straftatbestand in der Tätigkeit der Journalisten. Die Medienschaffenden wurden vor dem Justizpalast in der türkischen Hauptstadt von ihren Angehörigen und Kollegen mit Applaus begrüßt.

Wie eine der Betroffenen mitteilte, waren ihre Kollegen und sie wegen eines zuvor veröffentlichten Artikels mit der Schlagzeile "Gestohlene Provinz: Warum Frankreich vor 80 Jahren der Türkei einen Teil Syriens übergeben hat" vernommen worden. Die Journalisten erklärten den Beamten, dass sie mit diesem Text nichts zu tun hatten.

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Etwas später wurde auch der in Istanbul festgenommene Chefredakteur des türkischen Sputnik-Büros Mahir Boztepe nach einer Vernehmung freigelassen.

Die drei Journalisten waren in Ankara festgenommen worden, nachdem mehrere türkische Nationalisten versucht hatten, in ihre Wohnungen in Ankara einzudringen. Dabei wurden die Medienschaffenden bedroht. Verletzt wurde allerdings niemand. Kurz nach dem Vorfall gingen die Sputnik-Mitarbeiter zur Polizei, um eine Anzeige zu erstatten, wurden jedoch selbst aufgegriffen. Anschließend wurde der Leiter des Sputnik-Büros in Istanbul Mahir Boztepe abgeführt. Die Beamten durchsuchten die Räumlichkeiten der Redaktion.

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Für die festgenommenen Journalisten setzte sich der russische Außenminister Sergei Lawrow ein. In einem Telefonat mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Çavuşoğlu forderte er eine möglichst schnelle Lösung der Situation.     

Auch internationale Journalistenverbände machten auf die Festnahme der Sputnik-Mitarbeiter aufmerksam. Die Organisation Reporter ohne Grenzen forderte die Freilassung der Medienschaffenden. 

Der OSZE-Beauftragte für die Freiheit der Medien, Harlem Désir, verurteilte die Angriffe auf die drei Sputnik-Journalisten und forderte die türkischen Behörden auf, die Sicherheit der ausländischen Korrespondenten zu gewährleisten.

In der Nacht zum Freitag hatte vor dem Generalkonsulat Russlands in Istanbul eine Protestaktion stattgefunden. Vor dem Hintergrund einer Eskalation in Syrien riefen die Demonstranten antirussische Parolen aus und machten Moskau für den Tod mehrerer türkischer Soldaten in der nordsyrischen Provinz Idlib verantwortlich. In den sozialen Netzwerken der diplomatischen Vertretungen Russlands in der Türkei tauchten Drohkommentare auf. Am Donnerstag wurden die Vorkehrungen zum Schutz der russischen Botschaft in Ankara verschärft. (RIA Nowosti/TASS)

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