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Russischer Historiker über die Geschichte Osteuropas nach 1945: "Wir sind offen für Diskussionen"

Russischer Historiker über die Geschichte Osteuropas nach 1945: "Wir sind offen für Diskussionen"
Russischer Historiker über die Geschichte Osteuropas nach 1945: "Wir sind offen für Diskussionen"
Am 19. Februar hat der russische Historiker Alexander Tschubarjan eine Pressekonferenz gegeben, die dem 75. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland gewidmet war. Ins Gespräch kamen auch die Verzerrung der Geschichte des Zweiten Weltkrieges und mögliche Gegenmittel.

Am 19. Februar hat der Direktor des Instituts für allgemeine Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften, Alexander Tschubarjan, im Medienzentrum der Zeitung Rossijskaja gaseta eine Pressekonferenz gegeben, die dem 75. Jahrestag des Sieges über den Nazismus gewidmet war. Der Schwerpunkt der Veranstaltung galt der Verzerrung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs und möglichen Mechanismen, das Umschreiben der Geschichte zu bekämpfen.

Der Historiker Alexander Oganowitsch Tschubarjan im Gespräch mit RT, August 2019

Der russische Historiker äußerte sich unter anderem zum Schicksal Polens und zur Rolle Großbritanniens und Frankreichs im Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Dem Wissenschaftler zufolge hätten diese Länder gar nichts unternommen, um Adolf Hitler zu stoppen:   

Nach der Kriegserklärung an Deutschland am 3. September rührte sich kein einziger Trupp an der westlichen Front von der Stelle. Den kompletten September über marschierten die Deutschen durch ganz Polen – Großbritannien und Frankreich sahen tatenlos zu.

Alexander Tschubarjan verteidigte nicht den viel diskutierten Nichtangriffspakt zwischen Nazi-Deutschland und der Sowjetunion, wies aber darauf hin, dass die Idee solcher Vereinbarungen in jener Zeit in der Luft lag. Schließlich hatten Großbritannien und Polen ähnliche Pakte mit Deutschland geschlossen.

Der Geschichtswissenschaftler bedauerte, dass in einigen Ländern die Meinung verbreitet ist, wonach die Sowjetunion die osteuropäischen Völker nicht von den Nazis befreit, sondern dass eine Besatzung die andere abgelöst habe. Alexander Tschubarjan hob hervor, dass die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und die Geschichte nach 1945 grundsätzlich zwei verschiedene Sachen seien. Ihm zufolge ist es sinnlos, die Tatsache zu bestreiten, dass die sowjetische Armee die Länder Ost- und Mitteleuropas befreit habe:

Die andere Geschichte bezieht sich auf die Geschehnisse in diesen Ländern nach 1945. An dem Punkt sind wir für Zusammenarbeit und Diskussionen offen. Sie haben ihre eigenen Auffassungen und Einschätzungen ihrer Geschichte, dies sind ihre inneren Angelegenheiten.

Der russische Historiker betonte gleichzeitig, dass sich diese Staaten im Orbit der Sowjetunion befunden und das sowjetische Entwicklungsmodell für sich selbst übernommen haben. Diese beiden Sachen zu vermischen, widerspreche den Fakten und sei weder korrekt noch konstruktiv.

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