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Flüchtlingskrise in der Ägäis: Insulaner auf Lesbos blockieren Zufahrtsstraßen

Flüchtlingskrise in der Ägäis: Insulaner auf Lesbos blockieren Zufahrtsstraßen
Bewohner der Insel Lesbos demonstrieren wegen überfüllter Migrantenlager und gegen die Einrichtung neuer Lager auf den Ägäischen Inseln vor dem Innenministerium in Athen, Griechenland, am 13. Februar 2020.
Der Streit zwischen der Regierung in Athen und Einwohnern der Ägäisinseln um den Bau neuer Migrantenlager wird immer heftiger. Auf Lesbos besetzten Bewohner der Kleinstadt Mantamados die Zufahrtsstraßen zu den Gebieten, wo das neue Lager gebaut werden soll.

Auch auf der Insel Chios patrouillierten Einwohner in einer Region rund 17 Kilometer westlich der Inselhauptstadt - dort soll ein neues Lager für mehr als 5.000 Migranten gebaut werden. Die Einwohner fordern, alle Migranten nach ihrer Registrierung zum Festland zu bringen, wie das Staatsfernsehen (ERT) am Montag berichtete.

Flüchtlingslager auf Lesbos im Januar 2020

"Wir werden mit allen legalen Mitteln die Öffnung neuer Lager verhindern", sagte der Bürgermeister der Hauptortschaft der Insel Samos, Giorgos Stantzos, der Deutschen Presse-Agentur. In und um die Registrierlager dieser Inseln harren mehr als  42.000 Menschen aus. Die Lager haben eine Aufnahmekapazität für etwa 8.000 Menschen. Täglich setzen im Durchschnitt mehr als 100 neue Migranten aus der Türkei nach Griechenland über. Dies ergibt sich aus einer Statistik des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR).

Die Regierung der bürgerlichen Partei Nea Dimokratia (ND) unter Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hat angesichts dieser Zustände das Asylverfahren beschleunigt und will nun neue Registrier- und Abschiebelager öffnen. Wer kein Asyl bekommt, soll im geschlossenen Teil dieser Lager bis zu seiner Abschiebung in die Türkei bleiben.

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(rt/dpa)

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