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"Will nicht, dass du meine Schwestern holst" – Serben wollen keine Pflegekräfte mehr schicken

"Will nicht, dass du meine Schwestern holst" – Serben wollen keine Pflegekräfte mehr schicken
(Archivbild). Der serbische Präsident Aleksandar Vučić trifft sich am 10. Dezember 2019 mit dem griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos im Präsidentenpalast in Athen, Griechenland.
Die serbische Regierung hat überraschend ein Kooperationsprojekt, das Pflegekräfte nach Deutschland vermitteln sollte, ausgesetzt. Serbiens Staatspräsident Aleksandar Vučić soll sich in der Angelegenheit sehr deutlich an die Adresse von Jens Spahn geäußert haben.

Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) will Serbien keine Pflegekräfte mehr nach Deutschland schicken. Eine entsprechende Kooperation mit Deutschland zur Vermittlung der Arbeitnehmer sei überraschend ausgesetzt worden, berichtet die FAZ. Das sogenannte Triple-Win-Projekt der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) aus dem Jahr 2013 beinhaltet auch Vereinbarungen mit Bosnien und Herzegowina, Tunesien und den Philippinen.

(Symbolbild)

Nun könnte Serbien die Kooperation mit Deutschland im kommenden Jahr komplett aufkündigen. Die FAZ beruft sich auf Äußerungen des serbischen Arbeitsministers Zoran Đorđević. Serbiens Staatspräsident Aleksandar Vučić soll den deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn direkt angegangen sein. Laut einem Fernsehinterview nannte Vučić Spahn einen "fantastischen und fähigen Gesundheitsminister", dieser habe sich jedoch wie folgt geäußert: "Ich komme nach Serbien und hole Eure Krankenschwestern ab." Vučić habe ihm daraufhin ins Gesicht gesagt:  

Ich möchte nicht, dass du nach Serbien kommst und meine Schwestern abholst. Ich schätze dich sehr, du bist ein toller Minister. Du hast das beste Gesundheitswesen der Welt. Aber komm' nicht nach Serbien.

Laut der FAZ wollte das Bundesgesundheitsministerium die Sätze nicht kommentieren. Spahn habe jedoch nie aktiv um Pflegekräfte aus Serbien geworben, heißt es. Die Projektbeteiligten äußerten sich laut dem Bericht auf Anfrage zurückhaltend zum Aus der Vereinbarung mit Serbien. Das sei "für uns natürlich schade, aber selbstverständlich respektieren wir diese Entscheidung", wird eine Sprecherin der BA zitiert. Ähnlich formulierte es die GIZ. Ihr zufolge hat das Triple-Win-Projekt seit dem Start 2013 3.677 Pflegekräfte an deutsche Arbeitgeber vermittelt, davon 787 aus Serbien.

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