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Problemlose Notlandung kanadischer Maschine auf dem Flughafen Madrid

Problemlose Notlandung kanadischer Maschine auf dem Flughafen Madrid
Das Flugzeug von Air Canada nach der Notlandung auf dem Flughafen Madrid am 3. Februar 2020.
Die Notlandung einer Boeing 767 auf dem Madrider Flughafen Barajas verlief problemlos. Es handelte sich bei der Maschine um einen Flieger von Air Canada mit 128 Passagieren an Bord. Es soll ein Fahrwerk und ein Motor ausgefallen sein. Experten untersuchen den Vorfall.

Ein Flugzeug der Air Canada mit 128 Passagieren an Bord ist am Flughafen von Madrid problemlos um kurz nach 19:00 Uhr notgelandet. Der Flieger war zuvor in Richtung Toronto gestartet. Nach einer halben Stunde meldete der Pilot offenbar technische Probleme. Im Anschluss war die Maschine mehr als vier Stunden über einem Gebiet südlich der spanischen Hauptstadt gekreist, um Treibstoff zu verbrauchen und das Flugzeug leichter zu machen.

Mindestens ein Fahrwerk und ein Triebwerk sollen ausgefallen sein. Was genau passiert ist, ist jedoch noch unklar. Es sei möglich, dass Teile des Fahrwerks abgefallen und ins Triebwerk geraten seien. Beim Start soll zudem ein Reifen geplatzt sein.

Ein Passagier filmte die erfolgreiche Notlandung:

Auf einem anderen Video aus der Kabine kurz nach dem Start ist eine Stichflamme am Triebwerk zu sehen:

Sprecher der Luftbehörden äußerten Kritik an einigen Medien. Durch die stundenlange Live-Berichterstattung hätten Angehörige und Freunde der Passagiere beunruhigt werden können. Derartige Sicherheitslandungen ohne größere Risiken seien nicht selten.

Wegen der Sichtung von Drohnen war der Madrider Flughafen am Montagnachmittag für etwa eineinhalb Stunden komplett gesperrt worden. Mit diesem Zwischenfall hatten die Probleme am Flugzeug von Air Canada nach bisherigen Informationen nichts zu tun.

Der Flughafen Barajas ist einer der sichersten der Welt. Nach der Tragödie des Spanair-Unglücks im Jahr 2008, bei dem 154 Menschen starben, wurden in den folgenden Jahren 117 Millionen Euro in die Sicherheit des Flughafens investiert. Hierzu gehörten die Installation eines neuen Notbremssystems auf den Start- und Landebahnen, eines neuen Oberflächenradars, einer vierten Feuerwache, eines neuen Kommunikationsprotokolls mit dem Tower und den medizinischen Diensten sowie Verbesserungen bei der Pflasterung und der Nivellierung des Geländes.

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