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Serbien und Kosovo planen Wiederaufnahme direkter Flugverbindung

Serbien und Kosovo planen Wiederaufnahme direkter Flugverbindung
Serbien und Kosovo planen Wiederaufnahme direkter Flugverbindung (Symbolbild)
Serbien und das Kosovo, das Belgrad beansprucht, von vielen westlichen Ländern aber als unabhängiger Staat anerkannt wird, wollen nach 20 Jahren eine direkte Flugverbindung wiederaufnehmen. Auf der Strecke sollen die Maschinen der Lufthansa-Tochter Eurowings verkehren.

Unter Vermittlung der US-amerikanischen Botschaft wurde eine Absichtserklärung von Vertretern Serbiens und des Kosovos im Beisein von Eurowings-Geschäftsführer Michael Knitter in Berlin unterzeichnet. Ein konkretes Datum für den ersten Flug zwischen Belgrad und Pristina steht jedoch noch nicht fest.

Wie der serbische Präsident Alexandar Vučić erklärte, sei Serbien bereit, mehr Initiativen dieser Art zu verfolgen, um die Menschen auf dem Balkan enger zusammenzuführen.

Der kosovarische Präsident Hashim Thaçi nannte das unterzeichnete Dokument einen "wichtigen Schritt im Normalisierungsprozess, der für die Freizügigkeit der Bürger sorgt". Beide Seiten dankten den USA für "ihre entscheidende Rolle" bei diesem Schritt.

Der Flug soll etwa 25 Minuten dauern. Derzeit ist eine rund sechstündige Busfahrt nötig, um von Belgrad nach Pristina zu gelangen. Eine Zugverbindung gibt es nicht.

Die Nachricht wurde von manchen in Serbien kritisch aufgenommen. In den Kommentaren unter dem Tweet des serbischen Präsidenten wurde Vučić Landesverrat vorgeworfen, weil das Kosovo für viele Serben untrennbarer Bestandteil Serbiens ist und es keine Gespräche mit der Regierung des Kosovo geben sollte, die Serbien nicht anerkennt.

Richard Grenell winkt am 23. Juli anlässlich der Christopher-Street-Day-Parade vom Dach der US-Botschaft in Berlin.

Belgrad spricht von Bedingungen vor der Wiederaufnahme der Flugverbindung

Der Leiter der Kosovo-Kanzlei der serbischen Regierung, Marko Đurić, bezeichnete die Unterzeichnung jedoch nur als "symbolischen Schritt". Zudem betonte er, die serbische Regierung unterzeichne die Absichtserklärung mit Lufthansa und nicht mit Kosovo. Đurić nannte aber Bedingungen für die Realisierung: "Sie wird zum Leben erweckt, sobald das Kosovo die Sonderzölle abschafft und wenn der Dialog zwischen Belgrad und Pristina wieder in Gang kommt."

Die kosovarische Regierung hatte bereits Ende 2018 hundertprozentige Importzölle für Waren aus Serbien, aber auch aus Bosnien-Herzegowina eingeführt. Seitdem sind auch die Verhandlungen zwischen Belgrad und Pristina über die Normalisierung der Beziehungen zum Erliegen gekommen. 

Direkte Flugverbindung zwischen den beiden Städten wurde während des Kosovo-Krieges in den Jahren 1998 und 1999 unterbrochen. Nach der NATO-Bombardierung Serbiens löste sich das Kosovo de facto von Serbien und erklärte im Jahr 2008 seine Unabhängigkeit. Serbien betrachtet die Region jedoch weiterhin als Bestandteil seines Staatsgebiets.

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