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Großbritannien: Messer-Straftaten in England und Wales auf Zehnjahreshoch

Großbritannien: Messer-Straftaten in England und Wales auf Zehnjahreshoch
Archivbild: Polizisten in Crawley Down sperren einen Tatort ab, nachdem bei einer Messerattacke zwei Personen getötet und eine weitere schwerverletzt wurde (22. Dezember 2019).
Viele sprechen von einer regelrechten Epidemie: Die Anzahl der mit Messern verübten Gewaltdelikte in Großbritannien steigt weiter an. Bisherige Versuche der Regierung, des Problems Herr zu werden, erwiesen sich als wenig zielführend.

Die Zahl der in England und Wales mit Messern und "Offensivwaffen" begangenen Straftaten ist nach Angaben der britischen Regierung auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen. Laut den am Donnerstag vom Justizministerium veröffentlichten Daten wurden im vergangenen Jahr bis zum September 22.286 Delikte registriert. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und entspricht dem höchsten Stand seit dem Jahr 2009, als insgesamt 26.364 Vorfälle gezählt wurden.

Ein Polizist hält ein Messer über eine Auswahl gefährlicher Waffen, die von der Polizei von Lothian und Borders in der Polizeistation von St. Leonard in Edinburgh, Schottland, beschlagnahmt wurden.

Laut dem Regierungsdokument geht der Anstieg auf die Zunahme von Personen zurück, die Messer beziehungsweise scharfe oder spitze Gegenstände führen. Das Dokument enthält keine Angaben, wie viele Menschen im Jahr 2019 durch Messerattacken ums Leben kamen. Im Jahr 2018 starben in Großbritannien 285 Personen durch Messerangriffe. Das war die höchste Rate seit Einführung der Statistik im Jahr 1946. Bekannt ist aber, dass von Anfang 2019 bis Mitte Mai hundert Menschen im Königreich erstochen wurden.   

Um der schockierenden Flut an Messerdelikten Einhalt zu gebieten, hatten Regierungsvertreter in der Vergangenheit verschiedene Vorschläge gemacht, die jedoch weitgehend für Kopfschütteln sorgten.

So erklärte im März 2019 der damalige Verteidigungsminister Gavin Williamson, dass die britischen Streitkräfte "bereit seien, zu reagieren", und sagte dem damaligen Innenminister Sajid Javid die Unterstützung des Militärs zu, um das "Problem [der Messerverbrechen] anzugehen". Der Vorschlag provozierte Spott auf Twitter. Viele Nutzer fragten sich, wie der Einsatz von Soldaten der Komplexität des Themas überhaupt gerecht werden könne.

Auf wenig Verständnis stieß auch eine Regierungsinitiative vom August 2019, bei der zur Eindämmung der Messerkriminalität in mehreren Restaurantketten Anti-Messer-Botschaften auf den Verpackungen zur Mitnahme von Brathähnchen angebracht wurden. Kritiker prangerten die Initiative als rassistisch an, da sie ein altes Vorurteil bediene, wonach Menschen schwarzer Hautfarbe eine besondere Präferenz für Brathähnchen hätten.

Als hilfloser Versuch zur Bekämpfung der Messerkriminalität empfanden viele Briten auch die Ankündigung der Supermarktkette Asda im März, künftig Küchenmesser aus dem Einzelhandelssortiment zu nehmen.

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