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Brüssel oder Köpenick? Falscher Major vertrat Schweden bei der NATO

Brüssel oder Köpenick? Falscher Major vertrat Schweden bei der NATO
Auch die Pickelhauben erinnern an den Hauptmann von Köpenick: Schwedische Soldaten im Vorfeld des Papstbesuchs in Malmö im Oktober 2016
Ein peinlicher Skandal erschüttert die schwedische Armee: Ein Mann konnte mit gefälschten Unterlagen eine Offizierskarriere hinlegen und brachte es bis zum Major. Dabei war er auch für den Militärischen Nachrichtendienst tätig – und vertrat sein Land bei der NATO.

Die schwedische Armee wird von einem Skandal erschüttert, der an den Hauptmann von Köpenick im wilhelminischen Deutschland erinnert. Ein Schwede schlich sich mit einem gefälschten Diplom in die Armee seines Landes ein und bekleidete in dieser hohe Posten. Wie die schwedische Armee am Mittwoch mitteilte, sei der Mann unter anderem als Verbindungsoffizier ins NATO-Europakommando (SHAPE) in Belgien entsandt worden. Auch an internationalen Missionen habe der Mann mitgewirkt, unter anderem in Afghanistan und Mali.

Doch nicht die Russen: Mysteriöses Schiff in schwedischen Gewässern war kein russisches U-Boot (Symbolbild)

Laut Medienberichten fälschte der Mann ein Diplom der schwedischen Offiziersakademie. Auch das Abiturzeugnis, die Urkunde über den Abschluss seines Politologiestudiums und der Führerschein des falschen Offiziers sollen gefälscht gewesen sein.

Der Hochstapler soll insgesamt 18 Jahre im Militär gedient und dabei den Rang eines Majors erreicht haben. Als solcher fungierte er zuletzt als Stabschef des schwedischen Hilfskontingents in Mali. Nach Angaben der schwedischen Armee wurde auch die NATO über den Vorfall informiert, bei der der falsche Offizier im Jahr 2013 tätig war.

Zwischen 2007 und 2010 sowie im Jahr 2013 soll der falsche Offizier beim Militärischen Nachrichtendienst der schwedischen Armee gearbeitet und Systeme für die Verwaltung von Kryptoschlüsseln entwickelt haben, die die militärische Kommunikation für ausländische Geheimdienste unlesbar machen sollen. Darüber hinaus war er mehrere Jahre in einer Tochterfirma des Rüstungskonzerns Saab tätig, bei der er sich mit dem Datenschutz für die schwedische Verteidigungsverwaltung befasste.

Die schwedische Küstenwache wies die Armee im Dezember 2018 darauf hin, dass mit den Qualifikationen des Mannes etwas nicht stimme. Dennoch wurde der falsche Major noch im Sommer 2019 für den Posten in Mali ausgewählt. General Micael Bydén, der Oberkommandierende der schwedischen Streitkräfte, sprach am Mittwoch von einem "äußerst bedenklichen Vorfall". Der Mann sei jetzt entlassen worden. Über mögliche rechtliche Folgen für den falschen Offizier ist noch nichts bekannt.

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