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Greta Thunberg irritiert Öffentlichkeit: Erst ein vermeintlicher Mordaufruf, dann Ärger um ICE-Foto

Greta Thunberg irritiert Öffentlichkeit: Erst ein vermeintlicher Mordaufruf, dann Ärger um ICE-Foto
Greta Thunberg beim Fridays for Future Protest, Turin, Italien, 13. Dezember 2019.
Für ihren Ausruf, Politiker an die Wand stellen zu wollen, die nicht genug gegen den Klimawandel unternehmen, entschuldigte sich Greta Thunberg. Es sei ein Übersetzungsfehler gewesen. Für Diskussionen sorgte auch ein Bild, das die Klimaaktivistin in einem überfüllten ICE zeigt.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg äußerte sich am Freitag in Madrid beim Weltklimagipfel deutlich zu ihrer Haltung gegenüber Politikern, die sich nicht dem Kampf gegen den Klimawandel verschrieben haben: 

Thunberg im Dezember 2019 in Madrid

Die Staats- und Regierungschefs der Welt versuchen immer noch, sich ihrer Verantwortung zu entziehen, aber wir müssen sicherstellen, dass sie das nicht können. Wir werden sichergehen, dass wir sie gegen die Wand stellen und dass sie ihre Arbeit machen, um unsere Zukunft zu schützen. 

Der Ausdruck "gegen die Wand stellen" war, so Greta Thunberg, eine direkte schwedische Übersetzung von "Ställa mot väggen". Damit sei nicht die Erschießung gemeint, sondern die Forderung "jemanden zur Rechenschaft zu ziehen". Für diesen Fauxpas entschuldigte sich Thunberg. 

Mit dem Schiff war sie zurück nach Europa gereist, nachdem der Klimagipfel in Chile aufgrund der dortigen Proteste nach Madrid verlegt worden war. Zu einer Einigung bei dem Klimagipfel kam es nicht. 

"Stück weit Selbstinszenierung" - Debatte um ICE-Foto

Weiter ging es für Thunberg dann Richtung schwedischer Heimat über Deutschland mit der Deutschen Bahn. Auf Twitter teilte sie ein Bild, welches sie zwischen Gepäckstücken auf dem Boden sitzend mit dem Verweis zeigte, die Bahn sei überfüllt gewesen. 

Die Deutsche Bahn erinnerte sie daraufhin an ihre Reservierung in der 1.Klasse: 

Liebe Greta, danke, dass Du uns Eisenbahner im Kampf gegen den Klimawandel unterstützt! Wir haben uns gefreut, dass Du am Samstag mit uns im ICE 74 unterwegs warst. Und das mit 100 Prozent Ökostrom. Noch schöner wäre es gewesen, wenn Du zusätzlich auch berichtet hättest, wie freundlich und kompetent Du von unserem Team an Deinem Sitzplatz in der Ersten Klasse betreut worden bist. 

Thunberg erklärte danach: 

Unser Zug aus Basel wurde aus dem Verkehr gezogen. Also setzten wir uns in zwei verschiedenen Zügen auf den Boden. Nach Göttingen bekam ich einen Sitzplatz. Das ist natürlich kein Problem und ich habe es nie gesagt. Überfüllte Züge sind ein gutes Zeichen, weil die Nachfrage nach Zugreisen hoch ist!

Nur wenige teilen in den Sozialen Medien die Einstellung, eine Überbelegung der Züge positiv zu sehen. Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert sah sich ebenfalls zu einer Reaktion veranlasst: 

Twitter-Deutschland lamentiert über den Zustand öffentlicher Verkehrsmittel, dabei sind die meisten noch nie in Neukölln M41 gefahren... DAS sind echte Probleme. 

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey bezeichnete Thunberg als "beachtliche Persönlichkeit", übte aber auch Kritik an dem Bahn-Foto. Das sei auch ein "Stück weit Selbstinszenierung", so die SPD-Politikerin.

Auf die Nachfrage, ob Thunberg damit an Glaubwürdigkeit verloren habe, sagte Giffey am Montag im Bild-Talk: "Zum gewissen Teil, Sie sehen das ja an der heutigen Debatte, kostet das wahrscheinlich schon ein paar Glaubwürdigkeitspunkte." 

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