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Epstein-Skandal: Wieso stoppte Scotland Yard die Untersuchung zu Prinz Andrew?

Epstein-Skandal: Wieso stoppte Scotland Yard die Untersuchung zu Prinz Andrew?
Nachdem bekannt wurde, dass die Polizeibehörde eine Untersuchung des mutmaßlichen Sexhandels von Jeffrey Epstein und Prinz Andrew mit Minderjährigen unter Verweis auf "fehlende Zuständigkeit" einstellte, steht Scotland Yard stark unter Druck.

Die Londoner Polizeibehörde Scotland Yard sieht sich derzeit Fragen ausgesetzt, wieso sie Untersuchungen gegen Jeffrey Epstein und Prinz Andrew wegen Sexhandels mit Minderjährigen einstellte. Hintergrund ist die Aussage von Virginia Giuffre, einem mutmaßlichen Opfer. Giuffre behauptet, sie wurde als Teenager im Jahr 2001 mehrfach gezwungen, Sex mit dem Sohn der britischen Königin Elisabeth II. zu haben. 

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Giuffre ist auf einer der berüchtigten Fotoaufnahmen von Prinz Andrew zu sehen, auf denen das Mitglied der königlichen Familie seine Hand um ihre entblößte Taille legt – mit seiner und Epsteins "Freundin" Ghislaine Maxwell im Hintergrund. 

Rund 14 Jahre später ging die damalige Teenagerin mit ihren Vorwürfen zu Scotland Yard. Zunächst nahm die Polizei auch tatsächlich Ermittlungen auf. Doch kurz danach wurde ihr mitgeteilt, dass die Behörde die Untersuchung eingestellt habe.

Zuerst sagte mir Scotland Yard, dass sie das Haus von Ghislaine Maxwell in London forensisch untersuchen würden – doch als Nächstes hörte ich, dass es ihnen nicht erlaubt sei, die Untersuchung fortzusetzen. Korruption in den höchsten Ebenen der Regierung", schrieb Giuffre diese Woche auf Twitter.

Am 28. November bestätigte Scotland Yard, dass tatsächlich Ermittlungen in die Wege geleitet wurden und Guiffe umfassend befragt wurde. Dann allerdings habe die Behörde vom Crown Prosecution Service (zu Deutsch "Strafverfolgungsdienst der Krone") einen "Ratschlag" erhalten und daraufhin die Entscheidung getroffen, dass der Fall außerhalb ihrer Zuständigkeit lag. Damit sei "eine vollständige strafrechtliche Untersuchung" nicht gerechtfertigt. 

Andrew im Dezember 2018 in London

Wir kamen daher zu dem Schluss, dass der MPS (Metropolitan Police Service) nicht die geeignete Behörde ist, um unter diesen Umständen Untersuchungen durchzuführen. 

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"Es war klar, dass sich jede Untersuchung des Menschenhandels weitgehend auf Aktivitäten und Beziehungen außerhalb Großbritanniens konzentrieren würde", so der abschließende Erklärungsansatz des Leiters der Scotlandyard-Abteilung für "Specialist Crime", Alex Murray.

Giuffre hat mittlerweile ihre Anschuldigungen gegen Prinz Andrew in einem Interview mit BBC, das am 2. Dezember ausgestrahlt wird, nochmals verstärkt:

Er weiß, was passiert ist, ich weiß, was passiert ist, und es gibt nur einen von uns, der die Wahrheit sagt.

Zuvor hatte auch der britische Prinz der BBC ein Interview gegeben, in dem er ausführlich Stellung zum Epstein-Skandal nahm und jedwede sexuelle Handlung mit Minderjährigen abstritt. Das Interview geriet zu einem absoluten PR-Desaster.

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